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Urban Mediafestival Cologne 2009 des JFC Medienzentrums

12. Oktober 2009

Am Donnerstag den 26.11. 09 bin ich im Rahmen des Urban Mediafestival des JFC -Medienzentrums in Köln aktiv. Auf dem Gelände der Alten Feuerwache werde ich zwei Workshops im Bereich „Medienpädagogik und Urban Art “ anbieten. Genauere Infos unter „Aktuelles„.

Infos zum gesamten Programm hier unter dem Link auf den Seiten des JFC-Medienzentrums.

Aktion Anti Graffiti..Alles umsonst?

11. September 2009

Aktion Anti-Graffiti – alles umsonst?

Rückblick und Gegenwart

1998 wurde auf Mitinitiative des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins die Kölner Anti Spray Aktion, kurz KASA, gegründet. Der Gründung vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Verein und der Polizei über den Umfang der Straftaten.
Das Thema Graffiti fasste langsam aber stetig in der Öffentlichkeit Fuß. Die Zahl der Anzeigen stieg und die Ermittlungskommission Farbe der Polizei konnte maßgebliche Erfolge im Kampf gegen illegale Graffiti erzielen.
KASA wurde zum Pilotprojekt in ganz Deutschland und heute existieren in vielen Städten vergleichbare Organisationen.
Nicht nur die Sensibilisierung der Öffentlichkeit konnte erreicht werden, sondern auch ein deutlicher Rückgang von Sachbeschädigungen durch Farbschmierereien. Sogar in der Politik befasste man sich mit dem Thema und fügte dem § 303 StGB einen Absatz hinzu, der nicht nur die Beschädigung, sondern auch die Verunstaltung von Gegenständen unter Strafe stellte.

Nach dieser sehr positiven Entwicklung der Vergangenheit nimmt die Sachbeschädigung durch Graffiti und gleichgeartete Beschädigungsweisen wieder erheblich zu.
Im Juli 2009 wurden Betriebseinrichtungen der KVB durch den Gebrauch von Flusssäure beschädigt. Kurz darauf besprühten Täten eine gesamte Wagenseite eines KVB-Zuges, eine Tat, die so seit Jahren nicht mehr registriert wurde. Auch die Kölner Immobilieneigentümer berichten wieder vermehrt von Sachbeschädigung durch Graffiti, insbesondere auch im Innenstadtbereich. Neben der Innenstadt sind weitere Schwerpunkte Sülz, Ehrenfeld und Rodenkirchen.
Die Art der Beschädigung besteht nur noch selten aus großflächigen Graffiti, sondern in der Regel aus wilden Schmierereien oder schnell angebrachten TAGs. Der Schaden ist jedoch der gleiche. Dieser Vandalismus entspringt nicht mehr einem Gestaltungs- sondern purem Zerstörungswillen.

Im Jahre 2008 wurden monatlich rund 200 Sachbeschädigungen durch Graffiti zur Anzeige gebracht. Die Zahl der Anzeigen in 2009 ist jedoch stark rückläufig. Das hat seinen Grund aber nicht im Rückgang der Straftaten, sondern im Anzeigeverhalten der Geschädigten.
Seit geraumer Zeit werden von der Stadt Köln und der KVB keine Sachbeschädigungen durch Graffiti mehr zur Anzeige gebracht. Auch Hauseigentümer sparen sich oft genug den Gang zur Polizei, da sie in der Aufgabe einer Anzeige keinen Sinn mehr sehen. Graffititäter werden in der Regel nur dann zur Rechenschaft gezogen, wenn sie vor Ort gefasst wurden oder sie aufgrund erdrückenden Beweismaterials die Taten gestehen. In der Mehrzahl aller Fälle wird die Tätersuche gegen Unbekannt jedoch eingestellt.

Aber auch die öffentliche Empörung über diese Art von Sachbeschädigung ist auf dem Rückzug. So zeigen immer mehr Personen der Öffentlichkeit aus vermeintlich sozialen Gründen Verständnis für die illegalen Sprayer (u.a. Interview W. Pauels). Auch in der Kölner Politik verabschiedet man sich zum Teil von der bisher eingeschlagenen Richtung. Graffitiprojekte finden immer mehr Zuspruch. (BV Innenstadt, Rodenkirchen)

Dieser Entwicklung muss aus Sicht des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins Einhalt geboten werden!

Forderungskatalog:

Der Kampf gegen illegale Graffiti kann nur mit einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit sowie einem passenden Mix aus Prävention und Repression gelingen.

  1. Sowohl in der politischen Landschaft als auch bei Personen des öffentlichen Lebens, die einen Vorbildcharakter inne haben, sollte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass illegal angebrachte Graffiti an privatem oder öffentlichem Eigentum eine Straftat und daher nicht zu dulden sind.
  2. Rat und Verwaltung sollten in Sachen Graffiti eine einheitliche Linie verfolgen.Die politischen Parteien müssen sich vor der Wahl deutlich für die KASA und die Beibehaltung der bisher erfolgreichen Arbeit aussprechen. Die Bemühungen um ein sauberes Köln müssen auch die Entfernung von illegalen Graffiti einschließen.
  3. Alle städtischen Unternehmen sowie die Stadt selbst müssen jedes illegale Graffiti zur Anzeige bringen. Sich auf sinkende Fallzahlen zu berufen, wenn diese nur auf fehlenden Anzeigen beruhen, ist Betrug. Der Ratsbeschluss vom 30.6.09 sollte daher auch auf Unternehmen wie HGK, Rheinenergie, städtische Gebäudewirtschaft etc. ausgeweitet werden.
  4. Mit der Ächtung von illegalen Graffiti muss vor allem in den Jugendeinrichtungen die Bedeutung des privaten Eigentums vermittelt werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass vor allem bei Graffitiworkshops etc. den Jugendlichen eine Trennung zwischen legalen und illegalen Graffiti oft nicht vermittelt werden kann.
  5. Damit einher geht die Forderung nach dem Verzicht auf die Bereitstellung legaler Flächen. Auch hier zeigt sich, dass die Gestaltung von Bahnhaltestellen etc. durch 4 oder 5 Sprayer die Gesamtheit der Jugendlichen an sich in ihrem Gestaltungswillen nicht befriedigen kann. (KVB Haltestelle Höhenberg, Graffitigestaltung Rudolfplatz) Hier kann es nur zu einem Sinneswandel kommen, wenn sicher gestellt ist, dass von solchen Flächen kein Anreiz zum illegalen Sprühen ausgeht. Die Realität zeigt jedoch, dass sich illegale Sprühereien nahtlos an legale anschließen.
  6. Die Immobilieneigentümer sollen alle bisher noch nicht zur Anzeige gebrachten Graffiti sofort bei der Polizei melden. Vordrucke stehen zum Download im Internet bereit (www.kasa-koeln.de).
    Darüber hinaus sind sie aufgefordert, Graffiti immer sofort anzuzeigen und diese danach zu entfernen. Der Schutz durch eine Prophylaxeschicht erleichtert mehrmaliges Reinigen erheblich. Nur wenn Graffiti umgehend entfernt werden, nimmt es den Tätern die Möglichkeit, sich mit ihren Werken in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
  7. Von politischer Seite muss Druck auf die Unternehmen ausgeübt werden, die Utensilien zum illegalen Sprayen anbieten. Dies sind zum Teil namhafte Chemieunternehmen, die gleichzeitig auch die Materialien zur Entfernung im Sortiment haben. Das Anbieten von Sprühsachen, die ausschließlich für den illegalen Gebrauch gedacht sind, sollten mit dem Tatverdacht „Anstiftung zu einer Straftat“ verfolgt werden.
  8. Aufgrund des Anstiegs von Schäden durch illegale Graffiti muss die Polizei wieder eine Ermittlungskommission Farbe einrichten. Die derzeitigen Konzepte zur Gefahrenabwehr sind nicht ausreichend.
  9. Renitenten Sprayern muss vor Gericht eine empfindliche Strafe drohen. Zu oft verlassen mehrfach in Erscheinung getretene Sprayer den Gerichtssaal ohne erkennbare Sanktionen. Für schwere Sachbeschädigung sieht der § 303 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe vor.
  10. Link:http://www.koelner-hausundgrund.de/index.php?id=aktion-graffiti

Voila..hier der Text zur Broken Windows Theorie

3. September 2009

Danke an Barbara Uduwerella, die mir den Text hat zukommen lassen.

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Broken Windows: Neue Beweise aus New York City und ein soziales

Experiment in 5 Städten

Diese Studie greift nochmals die Studie von George Kelling und William

Sousa aus dem Jahr 2001 auf, in der behauptet wurde, dass das Ahnden

kleinerer Verstöße helfen könne, schwere Verbrechen zu reduzieren (die

„broken-window“-Hypothese).

Kriminalitätsdaten von New York City aus den Jahren 1989 bis 1998 und Ergebnisse eines sozialen Experiments namens “Moving to Opportunity” (MTO) in fünf Städten (New York,Chicago, Los Angeles, Baltimore, und Boston) werden analysiert.

MTO konzentrierte sich auf 4.600 Familien mit geringem Einkommen, die in

sozialen Wohnungsbaugebieten mit einer hohen Rate sozialer Unruhe

lebten. Per Zufallsprinzip bekamen die Familien Wohngutscheine zum

Umzug in ruhigere Gegenden. Es gab keine Hinweise darauf, dass das

„broken-windows“-Vorgehen Kriminalität reduziert oder dass die

Änderung seines erwünschten Zwischenergebnisses – Unruhe selbst –

ausreicht, um Veränderungen in kriminellem Verhalten zu bewirken.

Quelle: Harcourt, B. E., & Ludwig, J (2006). Broken windows: New

evidence from New York City and a five-city social experiment, in:

UNIVERSITY OF CHICAGO LAW REVIEW 73, 271-320.

NS

Teil 2 des Artikels..P.S. Die Broken Windows Theorie wurde widerlegt

3. September 2009

Verwahrlosung steckt an

Die Verunreinigung der öffentlichen Umwelt mit Graffiti und ähnlichen Machwerken geht alle Bürger an: Eine verlotterte Umgebung wirkt ansteckend und führt zu einem deutlichen Anstieg sozialer Vernachlässigungen.

Die Verunreinigung der öffentlichen Umwelt mit Graffiti und ähnlichen Machwerken geht alle Bürger an: Eine verlotterte Umgebung wirkt ansteckend und führt zu einem deutlichen Anstieg sozialer Vernachlässigungen. Seit Anfang der achtziger Jahre wird über die „Broken-Windows-Theorie“ diskutiert: Verstöße gegen öffentliche Regeln und soziale Normen ziehen weitere Verstöße und Übertritte nach sich. Eine Studie der Universität Groningen berichtet über Experimente, um diese Theorie zu überprüfen. Die Ergebnisse sind eindeutig, z.B. im Fall der Fahrradprospekte: An abgestellten Fahrrädern wurden Reklamezettel angebracht. Etwa ein Drittel der Radfahrer riss bei der Rückkehr die Werbung ab und warf sie achtlos weg. Waren die Wände in der Umgebung mit Graffiti eingesprüht, warfen zwei Dritteln der Radfahrer das Papier weg.

Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1246883837288.shtml

Wie vor 10 Jahren…nicht neues…

3. September 2009

Grässlichen Graffiti den Kampf angesagt

Erstellt 03.09.09, 10:57h, aktualisiert 03.09.09, 11:24h

Über Graffiti wird seit Jahrzehnten gestritten: Kunst? Schmiererei? Jugendkultur? Die Diskussion wird schnell akademisch. In der Realität ist das Ergebnis rasch ermittelt: Schön finden die meisten Menschen die farblichen Erzeugnisse nicht.

KVB-Kundenzeitung

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Bemalte Straßenbahnen, zerkratzte Fensterscheiben oder besprühte U-Bahnstationen stoßen die Menschen ab.

Über Graffiti wird seit Jahrzehnten gestritten: Kunst? Schmiererei? Jugendkultur? Unkultur? Großstadt-Attribut? Kleingeist-Ausdruck? Die Diskussion wird schnell akademisch. In der Realität ist das Ergebnis rasch ermittelt: Schön finden die meisten Menschen die farblichen Erzeugnisse nicht, für viele entstehen dadurch Angst-Räume. Verwahrlosung und mangelnde soziale Kontrolle werden assoziiert. Die KVB hat sich deswegen eine ehrgeizige Aufgabe gestellt: Malereien werden so schnell wie möglich wieder entfernt.

Farbe mit der Rolle aufgetragen
Besonders heftig traf es die Bahnen der KVB in der Nacht zum 17. Juli: Unbekannte Täter brachen in die Abstellanlage in Merkenich ein und malten vier Bahnen an einer Seite komplett zu. Die klassische Spraydose wurde nur am Rande eingesetzt: Billige Baumarkt-Farbe wurde mit der Rolle großflächig aufgetragen und durch gesprayte Ränder ergänzt.

Für solche Bahnen heißt das: keine Ausfahrt. Die Fahrzeuge bleiben auf dem Betriebshof, und meist wird die Farbe bereits in der nachfolgenden Nacht entfernt. Auch bei Schmierereien in den U-Bahnhöfen setzt der Haltestellen-Service der KVB seinen Ehrgeiz daran, den Farbauftrag schnellstmöglich wieder zu entfernen. Solche Arbeiten werden meist nachts durchgeführt, damit der Betrieb und die Fahrgäste nicht beeinträchtigt werden.

Nachdem das Graffiti-Unwesen viele Jahre lang stetig zurückging und man schon von einer Randerscheinung sprechen konnte, ist seit dem letzten Frühjahr wieder eine verstärkte Aktivität festzustellen. Nicht nur Fahrzeuge werden angemalt, oft begnügen sich die Täter mit rasch hingeworfenen Farbstreifen auf den gefliesten Wänden. Dazu kommen die ungezählten kindlichen Schmierspuren von Edding-Stiften, die in den Fahrzeugen auf Wänden oder Sitzen hinterlassen werden. Kriminell wird die Angelegenheit, wenn nicht Farbe sondern Flusssäure als „Tinte“ benutzt wird. Die in Glasflächen geätzten Spuren, die im Sommer an verschiedenen Haltestellen gefunden wurden, scheinen älteren Datums zu sein, doch in der Ungewissheit der Wirkung liegt noch eine besondere Hinterhältigkeit der Aktion. Flusssäure ist äußerst giftig, führt selbst bei geringen Kontakten zu schweren Leiden und kann nur schlecht behandelt werden.

In diesem Jahr wurden mehrfach Sprayer-Gruppen auf frischer Tat ertappt. Auf sie kommt ein Verfahren wegen Sachbeschädigung zu, und bei der Beseitigung von Graffiti kann es zivilrechtlich zur Einforderung hoher Kosten kommen. Und wer nicht zahlen kann, muss wissen: Eine solche Schuld, gerichtlich festgestellt, bleibt 30 Jahre lang bestehen und kann also noch viele Jahre später eingetrieben werden.

Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1246883837302.shtml

Bristol darf über Graffiti abstimmen

31. August 2009

Bristol darf über Graffiti abstimmen

31. Aug 2009, 11:33

London – Für viele Menschen sind es Schmierereien – doch im britischen Bristol dürfen die Bürger künftig abstimmen, ob Graffiti Kunst oder Vandalismus ist.

Denn: Aus der Stadt kommt der berühmt-berüchtigte Graffiti-Künstler Banksy. Die Stadtverwaltung kündigte an, den Bürgern die Wahl zu lassen, ob Sprühwerke entfernt werden sollen oder nicht.

Ausgangspunkt für die Entscheidung war ein Banksy-Graffiti in der südenglischen Stadt. In einer Abstimmung sprachen sich mehr als 90 Prozent dafür aus, das Werk nicht zu entfernen. Jetzt soll das Verfahren auf alle Sprühereien, die nicht beleidigend oder bloßes Gekritzel (sogenanntes Tagging) sind, angewandt werden. So werde «Kunst im öffentlichen Raum» gefördert. «Die Leute wollen, dass wir den Krieg gegen Tagger weiterführen, also müssen wir zwischen Taggern und Künstlern unterscheiden», sagte Stadtrat Gary Hopkins.

Link: http://www.nachrichten.ch/detail/403089.htm

Propaganda…

27. August 2009

200.000 Quadratmeter Graffiti in zehn Jahren entfernt

21-08-2009 16:30:00

Mit großem Aufwand muss nicht nur die Stadt Graffiti von Wänden entfernen. Die KASA kümmert sich seit über zehn Jahren um dieses Problem. Bild: Archiv
Mit großem Aufwand muss nicht nur die Stadt Graffiti von Wänden entfernen. Die KASA kümmert sich seit über zehn Jahren um dieses Problem. Bild: Archiv :: ClickBild=Vollbild

(wb) Graffiti sind auch in Köln ein ständiges Ärgernis. Neben Immobilienbesitzern sind auch öffentliche Immobilieneigentümer von der Problematik betroffen. Vor etwas mehr als zehn Jahren gründete sich in Köln aus genau diesem Grund die Kölner Anti-Spray-Aktion, kurz KASA genannt. Hauptaufgabe des Zusammenschlusses ist es, Betroffene zu informieren und zu beraten sowie gemeinsam mit der Stadt für eine schnelle Beseitigung des Übels zu sorgen. In den vergangenen zehn Jahren ließ alleine die Stadt Köln 200.000 Quadratmeter Flächen reinigen, vor allem an öffentlichen Gebäuden, Wänden oder Brücken. Bei Gründung der KASA wurden zudem erste wissenschaftliche Untersuchungen veröffentlicht. Demnach gibt es in öffentlichen Bereichen, die bereits durch Graffiti oder Müll verschmutzt sind, eine doppelt so hohe Bereitschaft, weitere Verschmutzungen oder andere Straftaten zu begehen.

Insgesamt gehören 35 Partner zum Aktionsbündnis KASA, sie alle arbeiten auf freiwilliger Basis zusammen. Zu den Mitgliedern gehören neben öffentlichen Einrichtungen wie der Stadt, der Kölner Polizei, der Bundespolizei und der Kölner Verkehrsbetriebe zum Beispiel auch die Hohe Domkirche, der WDR, die Handwerkskammer zu Köln, der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein und die Deutsche Bahn AG. Die KASA berät auch Bürgerinnen und Bürger zu technischen und anderen Fragen rund um das Thema Graffiti. Zu den Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, ein konsequentes Vorgehen gehen Farbschmiereien, vor allem gegen volksverhetzende Parolen. Pro Jahr müssen die Kooperationspartner rund 15.000 Quadratmeter an neu verschmutzten Flächen reinigen lassen, alleine in diesem Jahr waren es bereits 10.500 Quadratmeter.

Neben der Beseitigung der Graffitis haben sich die KASA-Mitglieder zudem verpflichtet, mit aller Härte gegen Verstöße vorzugehen. So zeigte alleine die Stadt Köln im Jahr 2007 354 Sachbeschädigungen an Immobilien an, im vergangenen Jahr waren es bereits 425 Anzeigen. Bis dato beläuft sich die Zahl der Anzeigen wegen Farbschmierereien in diesem Jahr bereits auf über 200. Somit geht auch die Stadt Köln als einer der KASA-Partner mit gutem Beispiel voran, wie die Stadt am heutigen Freitag bekannt gab.

Weitere Informationen zum Aktionsbündnis KASA finden Sie auf der Internetseite: www.kasa-koeln.de.

Link: http://www.koeln-nachrichten.de/lokales/neues-aus-koeln/koeln_graffiti_zwischenfazit_kasa.html

Härtere Bestrafung von Sprayern…

21. August 2009

Graffiti

Bestrafung von Sprühern gefordert

Von Barbara aus der Wiesche, 21.08.09, 10:30h, aktualisiert 21.08.09, 11:44h

Der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein sieht die Stadt verschandelt. Er fordert, Graffiti-Sprayer zu bestrafen und ihnen gegenüber keine Milde mehr walten zu lassen.

Die Unbekannten haben drei KVB-Wagen mit Graffiti beschmiert. (Archivbild: KVB)

KVB Graffiti

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Die Unbekannten haben drei KVB-Wagen mit Graffiti beschmiert. (Archivbild: KVB)

Köln – Mit großer Sorge beobachtet der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein die Zunahme von Farbschmierereien in der Stadt. Das Interesse daran, der „Gestaltungs-Wut“ vornehmlich junger Leute Einhalt zu gebieten, habe deutlich nachgelassen. Für den neuen Vorsitzenden des Vereins, Konrad Adenauer, handelt es sich bei dieser „Verschandelung der Stadt“ um Sachbeschädigung, die juristisch zu ahnden sei. „Ich verstehe nicht, warum es in Köln so aussehen muss“, sagt Adenauer. Es sei höchste Zeit, dass die Polizei hart durchgreife und ihre ehemals sehr erfolgreiche, dann aber aus Personalmangel aufgelöste Ermittlungskommission „Farbe“ wieder einsetze. Personen, die sich an öffentlichem und privaten Eigentum vergingen, müssten bestraft werden.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Vereins, Thomas Tewes, ist ungehalten. Dass man in der Stadt mit diesen Schmierereien „einfach so lebe“, sei unglaublich. Bedauerlicherweise gebe es bei den Kölner Richtern eine Tendenz, illegale Graffiti nicht als Straftat zu werten und entsprechend Milde walten zu lassen. Erschwerend komme hinzu, dass in der Öffentlichkeit Verständnis für die Sprayer geäußert werde. Da legalen Schmierereien oft illegale folgten, solle auf die Bereitstellung von Sprüh-Flächen verzichtet werden.

„Purer Vandalismus“

Obwohl dieses wilde Geschmiere „purer Vandalismus“ sei, zeigten weder die Verwaltung noch die städtischen Unternehmen Graffitiverunzierungen bei der Polizei an. Bei den privaten Hauseigentümern mache sich Resignation breit. Sie sähen keinen Sinn mehr darin, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, weil die Ermittlungen „ja doch bald wieder eingestellt werden“.

2008 seien monatlich rund 200 Anzeigen erstattet worden, 2009 kaum noch welche. Der Haus- und Grundbesitzerverein aber wolle nicht tatenlos zusehen, „wie die bisherigen Erfolge nutzlos verpuffen“. Daher appelliere er an seine Mitglieder, jede Schmiererei zu melden. Von Rat und Verwaltung erwarte man ein klares Bekenntnis zur 1998 gegründeten Kölner Anti Spray Aktion (Kasa). Auf Firmen, die Utensilien zum illegalen Sprayen anbieten, müsse politisch Druck gemacht werden, fordert der Verein. Das Anbieten dieser Materialien sollte als „Anstiftung zu einer Straftat“ verfolgt werden.

Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1246883803487.shtml

Alter Hut…Kölner Haus- und Grundbesitzerverein-

21. August 2009

06/08 2008

Der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 lehnt legale Flächen der KVB ab!

Die Aktion der KVB ist der völlig falsche Weg und darf unter keinen Umständen noch einmal wiederholt werden. Legale Flächen verhindern das illegale Sprühen in keiner Weise. Zur gleichen Erkenntnis kommt die Polizei nach jahrzehntelanger Arbeit.
Eine Studie der Uni Potsdam beweist: Legale und illegale Sprayer sind völlig unterschiedliche Charaktere. Durch legale Flächen werden die illegalen Sprayer nicht erreicht.

Mehr noch: legale Flächen stehen nur für wenige Sprayer zur Verfügung, der Rest geht leer aus. Damit verewigen jene, die nicht zum Zug gekommen sind, sich im Umfeld auf fremdem Eigentum. Die grundsätzliche Erfahrung hat gezeigt: von legalen Flächen bereiten sich illegale aus. (z.B. Schule Lindenstraße, Gymnasium an der Ulrepforte)

Im konkreten Fall wird aber auch das falsche Signal ausgesandt:
Legale Flächen an städtischem Eigentum fördern den Eindruck, andere Flächen stünden nun auch zur Verfügung. Wenn eine KVB Haltestelle für legale Flächen bereitsteht, wie soll man klarmachen, dass andere es nicht sind. (Warum die, und ich nicht).
Dazu kommt noch: die Graffiti wurden mit einer Prophylaxeschicht versehen. Das hätte auch mit dem Mauerwerk direkt geschehen können. Damit wird die Begründung der Reduzierung von Reinigungskosten ad absurdum geführt.

Grundsätzlich muss gelten: Sich mit Graffiti gegen Graffiti schützen ist sinnlos und der falsche Weg.

Die Stadt gibt jährlich viel Geld für die Entfernung von Graffiti aus, vielfach an Tunnelausfahrten und Brückenbauwerken. Durch legale Flächen an KVB-Bauwerken wird das Sprayen jetzt aber noch intensiver werden.

Noch etwas Allgemeines:
Zur Eindämmung von illegalen Graffiti ist die strafrechtliche Verfolgung ausschlaggebend.

Nur wenn dem Täter auch auf diesem Wege die Strafbarkeit und eine damit zusammenhängende Sanktion vor Augen geführt wird, lässt sich auch nach außen hin bekunden, dass Graffiti eben nicht eine zu duldende Ausdrucksweise der heutigen Jugend ist, sondern eine Straftat, die nach deutschem Gesetz bestraft wird. Hier hapert es bei den allermeisten Gerichten.
Meist gegen geringe Auflage oder ein paar Sozialstunden verlässt ein Graffitisprayer heute den Gerichtssaal. Es wird zwar immer die Relation von Straftat und Strafmaß hervorgehoben. Gerade aber die recht milde Beurteilung vor Gericht hinterlässt bei vielen Jungendlichen den Eindruck, dass man als Graffitiprayer vor Gericht nicht viel zu erwarten hat und es eigentlich nur darauf ankommt, sich nicht erwischen zu lassen.
Es kommt vielmehr zur Ermutigung zu weiteren Taten, die durch eine milde Rechtsprechung vermittelt wird. Das wurde auch von der Vereinigung Berliner Staatsanwälte angeprangert. Diese sieht den Anspruch der Gerichtsbarkeit, eher Erziehung und Resozialisierung anstatt Abschreckung zu erzielen, gänzlich gescheitert.

Heiße Phase des Wahlkampfes beginnt…oder auch nicht ;)

21. August 2009

Bunte Belästigung

„Klare Linie gegen Graffiti“

Von Eveline Kracht, 20.08.09, 21:03h

Der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein fordert deutlich mehr Anstrengungen bei der Bekämpfung illegaler Graffiti. Der Verein beklagt unter anderem, dass Stadt, KVB und viele Hausbesitzer nach Attacken von Farbschmierern angeblich keine Anzeigen mehr erstatten.

Köln – Der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein fordert deutlich mehr Anstrengungen bei der Bekämpfung illegaler Graffiti. „Die Bürger haben einen Anspruch darauf, dass ihr Eigentum vor Sachbeschädigung geschützt wird“, betont Vorsitzender Konrad Adenauer. Es gebe keine andere Stadt in Deutschland, die solche „Verunreinigungen und Verschandelungen“ dulde.

„Unbedingt Anzeige erstatten“

Der Verein beklagt unter anderem, dass Stadt, KVB und viele Hausbesitzer nach Attacken von Farbschmierern angeblich keine Anzeigen mehr erstatten. Dadurch werde in der Statistik der Eindruck erweckt, dass die Straftaten zurückgingen, so Hauptgeschäftsführer Thomas Tewes. Genau das Gegenteil sei der Fall. Auch die laut Tewes aus Personalmangel aufgelöste Ermittlungskommission „Farbe“ bei der Polizei müsse wieder her: „Die Beamten standen nachts an Brennpunkten und hatten hohe Erfolgsquoten.“

Dabei habe sich gezeigt, dass die Täter vielfach gut situierten Familien entstammten und nur „den Kick“ suchten. Insofern hält der Verein von legal ausgewiesenen Flächen zum Besprühen gar nichts. Ein Dorn im Auge ist dem Verband der privaten Wohnungswirtschaft nicht zuletzt die Rechtsprechung. Auch wenn das Beschmieren öffentlicher und privater Flächen aller Art als Sachbeschädigung gelte, mache die Rechtsprechung in Köln, im Gegensatz zu anderen Städten, den Tätern geradezu Mut, so Tewes. „Es gibt kaum Geldstrafen, nur Sozialstunden.“

Weil Graffiti – jüngst sogar mit hochgiftiger Flusssäure – beim Thema „Saubere Stadt“ nicht auszuklammern seien, erwartet der Verein, dass Politik, Verwaltung und städtische Gesellschaften „eine einheitliche Linie“ gegen Schmierereien verfolgen – und legale Sprühaktionen nicht billigen. Tewes: „Wie wollen Sie Jugendlichen erklären, dass einige von ihnen legal sprühen dürfen, die anderen aber nicht?“ Von politischer Seite müsse außerdem Druck auf die Hersteller von Utensilien zum illegalen Sprayen ausgeübt werden. Zum Teil handele es sich um namhafte Unternehmen, die zugleich die Materialien zur Entfernung der Farbe im Sortiment haben.


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