AUS „LE MONDE DIPLOMATIQUE“ Die Stadt als Mobilitätsmaschine

AUS „LE MONDE DIPLOMATIQUE“
Die Stadt als Mobilitätsmaschine
Schon die Pariser Boulevards des 19. Jahrhunderts dienten der Beschleunigung von Menschen- und Warenströmen. Heute sind es die Shopping-Malls von Berlin bis Dubai.VON MAX ROUSSEAU

La Défense, die Trutzburg der Global Player in Paris.
Der „arabische Weg“ als Bezeichnung für die Protestbewegungen, die derzeit im Nahen Osten und im Maghreb erblühen, der mythische Konflikt zwischen „Wall Street“ und „Main Street“, der in den Vereinigten Staaten wieder aufgebrochen ist, die „Macht der Straße“ als Schlagwort für die zahlreichen Demonstrationen in Frankreich: Die Straße ist zu einer internationalen Metapher für die Massen geworden, die gegen soziales Unrecht „auf die Straße gehen“.
Und das Manifest des spanischen Kollektivs ¡Democracia Real Ya! („Wahre Demokratie jetzt!“) verlangt die Rückeroberung der Straße durch all jene, die sich als Opfer einer kleinen Elite empfinden, die sich Macht und Reichtum erschlichen hat: „¡Toma la calle!“
„Die Straße“ ist hier weder bloß physischer noch rein symbolischer Ort, sie ist also weder der Ort, an dem man sich zu kollektiven Aktionen versammelt, noch ist sie die räumliche Metapher für den Aufenthaltsort der Unterworfenen. Sie wird vielmehr als Einsatz ins Spiel gebracht. Diese „Urbanisierung“ verleiht den politisch-ökonomischen Problemen, um die es geht, eine konkrete, unmittelbar einleuchtende Dimension. Sie suggeriert ebenso simpel wie erhellend, dass schon die kollektive Präsenz an einem öffentlichen Ort, gewaltlos, aber von längerer Dauer, ein Akt des Widerstands ist.

Um zu verstehen, welcher Bezug zum städtischen Raum in…..

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