Archiv für 'Polizei'

Und es geht weiter…

18. Juli 2009, Maurice Kusber

20 000 Euro Schaden

Drei KVB-Waggons komplett beschmiert

Von Tim Stinauer, 17.07.09, 19:22h, aktualisiert 17.07.09, 19:33h

Auf dem Abstellgelände in Merkenich beschmierten unbekannte Täter drei KVB-Wagons: Komplett, von oben bis unten. Selbst mit einem Hubschrauber konnte die Polizei die Täter bislang nicht finden.

Angemalte KVB

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Sieht nicht aus wie eine Bahn der KVB – ist aber eine. Zumindest unter der Farbe. (Bild: Krasniqi)

Einen vergleichbaren Fall hat die KVB seit Jahren nicht erlebt: Auf dem Abstellgelände in Merkenich, in der Nähe der Ford-Werke, haben unbekannte Täter am frühen Freitagmorgen drei Bahnwaggons auf einer Seite komplett mit Farbe beschmiert, von unten bis zur Oberkante. „Die haben die Wagen richtig mit einer Malerrolle angestrichen“, sagte KVB-Sprecher Joachim Berger. An einem vierten Wagen waren die Täter gerade zugange, als sie gegen vier Uhr von einem Straßenbahnfahrer gesehen wurden. Sie ergriffen sofort die Flucht.

Die Polizei schickte mehrere Streifenwagen zum Tatort, ein Hubschrauber stieg auf, dessen Besatzung mit einer Wärmebildkamera nach den Tätern suchte – ohne Erfolg. „Die Täter sind entkommen“, sagte Polizeisprecherin Dorothe Rüttgers. Die Ermittler fanden ein aufgebrochenes Tor, durch das sie offenbar auf das eingezäunte Gelände gelangt waren. „Das war eine ganz gezielte Aktion“, vermutet Berger. „Die müssen sich ja auch Leitern oder Schemel mitgebracht haben.“ Die Reinigung der Waggons koste die KVB ungefähr 20 000 Euro. „Wir hoffen, dass das normale Farbe aus dem Baumarkt ist, die man relativ leicht abwaschen kann.“

Extreme Zunahme

Nachdem die Zahl der Sachbeschädigungen durch Graffiti seit den 90er Jahren stetig rückläufig gewesen sei, registriere die KVB seit Mitte vorigen Jahres wieder eine „extreme Zunahme“, berichtete Berger. Die Aktion am Freitagmorgen stelle jedoch „die absolute Spitze“ dar. „So etwas haben wir schon sehr lange nicht mehr erlebt.“ Anhand der Motive und Initialen auf den Waggons versucht die Polizei jetzt, die Täter zu ermitteln. „Wir haben Beweisstücke gesichert“, sagte Rüttgers. Der Bahnfahrer hatte drei junge Männer beobachtet.

Giftige Säure am Neumarkt

Noch keine Spur hat die Kripo von denjenigen, die an mehreren U-Bahn-Haltestellen mit giftiger Flusssäure Markierungen in Glasflächen geätzt haben. Am Donnerstagabend entdeckten KVB-Mitarbeiter Spuren in den Bahnhöfen am Neumarkt und an der Christophstraße. Am Neumarkt schmierten die Täter die gefährliche Säure unter anderem auf die Glaswand eines Aufzugs in der Mittelebene. „Die Flüssigkeit wurde offenbar schon vor längerer Zeit aufgetragen, sie war schon getrocknet, es bestand keine Gefahr für Passanten“, sagte Polizeisprecherin Cathrine Maus. Die KVB hat ihre Außendienst-Mitarbeiter per Merkblatt aufgefordert, auf so genanntes „Etching“, also Beschädigungen durch Flusssäure, zu achten. „Wir haben entsprechende Teststifte, mit denen man Rückstände der Säure nachweisen kann“, sagte Berger. Am Mittwoch waren Verätzungen an Glasscheiben im U-Bahnhof am Hansaring aufgetaucht.

Vor vier Jahren wurde „Etching“ erstmals in Köln bekannt: Zwei Reinigungskräfte erlitten Hautverätzungen, als sie die Säure von einem Wartehäuschen entfernen wollten. Die Täterszene ist vor allem in Dortmund und Berlin aktiv.

Hier der Link:

http://www.ksta.de/html/artikel/1246883677311.shtml

KSta berichtet auch zum Thema“ Flusssäure tags“ in Köln

16. Juli 2009, Maurice Kusber

Gefahr durch ätzende Graffiti

Von Tim Stinauer, 15.07.09, 19:02h

Unbekannte haben den U-Bahnhof Hansaring mit giftiger Säure beschmiert. Das so genannte „Etching“ ist eine gefährliche Methode, die in Teilen der Sprayer-Szene beliebt ist.

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Mit viel Wasser wurden die giftigen Säure-Reste entfernt. (Bild: Krasniqi)

Graffiti

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Beim „Etching“ wird Flusssäure benutzt. (Bild: Krasniqi)

Köln – Täter aus der Graffiti-Szene haben am Mittwochnachmittag in der Innenstadt für Staus im Berufsverkehr gesorgt. Die Polizei ermittelt gegen unbekannt wegen „schwerer Gefährdung durch Freisetzung von Giften“. Kurz vor 16 Uhr entdeckten KVB-Mitarbeiter im U-Bahnhof am Hansaring Spuren von so genanntem „Etching“ – einer gefährlichen Methode, die in Teilen der Sprayer-Szene beliebt ist: Statt ihre Zeichen mit spitzen Gegenständen einzukratzen, füllen die Täter hochgiftige Flusssäure in Filzschreiber und tragen das ätzende Gemisch auf flachen Oberflächen auf wie zum Beispiel Schaukästen aus Glas. Doch die Säure hinterlässt nicht nur Markierungen, sie ist extrem gesundheitsschädlich, kann bei entsprechender Dosierung tödlich wirken.

Die Feuerwehr sperrte den Bereich um die U-Bahn-Haltestelle ab. Betroffen waren drei Aufzugschächte, die beiden Fahrbahnen in Richtung Süden sowie ein Treppenzugang zu der unterirdischen Haltestelle. Mit Schrubber und klarem Wasser entfernten die Einsatzkräfte die Rückstände der giftigen Säure. Am frühen Abend wurden die Absperrungen wieder aufgehoben. Auf die Täter hat die Kripo bislang keine Hinweise. „Es gab schon mehrere dieser Fälle in Köln“, berichtete ein Polizeisprecher – unter anderem am S-Bahnhof in Mülheim. Besonders aktiv ist die „Etching“-Szene in Berlin und Dortmund.

Geätzte Graffiti sind vor allem dann gefährlich, wenn sie frisch und feucht sind und die Flusssäure Haut und Kleidung benetzt. Aber auch von getrockneten Zeichen geht eine Gefahr aus, wenn sie wieder befeuchtet werden und Rückstände auf die Haut, die Kleidung oder in den Mund gelangen.

Hier der Link:

http://www.ksta.de/html/artikel/1246883667331.shtml

Express Köln und „Giftige Graffiti mit ätzender Säure

16. Juli 2009, Maurice Kusber

Köln – Hansaring

Giftige Graffiti mit ätzender Säure

Von OLIVER MEYER

Säure-Alarm am Mittwoch um 16 Uhr am U-Bahnhof Hansaring. Ein irrer Graffiti-Schmierer hatte mit hochgiftiger Flusssäure seine Initialien auf mehreren Scheiben hinterlassen.

Die Bundespolizei riegelte den Bahnhof ab, die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Es kam zu Staus im Berufsverkehr, KVB-Kunden mussten ausgesperrt werden.

Ein Polizist hatte die Zeichen bemerkt, die der Unbekannte dort hinterlassen hatte. Ein Beamter: „Bei der sogenannten Etching-Methode füllen die Täter Flusssäure in einen dicken Filzstift und malen dann auf Scheiben herum. Die Folge ist, dass die Säure sich einfrisst und die Hinterlassenschaften nicht mehr abzuwaschen sind.“

Weil die Säure sowohl im feuchten als auch im getrockneten Zustand bei direktem Körperkontakt lebensgefährlich wirken kann, mussten die Feuerwehr die betroffenen Scheiben sowohl auf dem DB-Gleis als auch in drei KVB-Ausfzugsschächten mit reichlich Wasser abwaschen. Nach einer Stunde war die Reinigung erledigt, doch die Zeichen sind weiterhin sichtbar.

„Das hat der Täter beabsichtigt. Aber nun steht er dafür auch ganz oben auf unserer Fahndungsliste, denn er hat für diesen fraglichen Spaß die Gesundheit der Menschen aufs Spiel gesetzt.“

Säureanschlag auf DB und KVB
Hier der Link auf das Video und die Bildergallerie:

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