{"id":525,"date":"2010-11-03T10:10:23","date_gmt":"2010-11-03T08:10:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maurizone.de\/?p=525"},"modified":"2010-11-03T10:12:26","modified_gmt":"2010-11-03T08:12:26","slug":"szene-zwischen-kunst-und-kriminalitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maurizone.de\/?p=525","title":{"rendered":"Szene zwischen Kunst und Kriminalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Von Nicolas Gaspers\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t \t\t\t\t\t\t| \t\t\t\t\t\t \t\t\t\t\t\t\t\t\t31.10.2010, 17:41<\/p>\n<p><a><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.az-web.de\/fm\/197\/thumbnails\/AZ_A1_4sp_atelierdisput.jpg.1528360.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" hspace=\"0\" align=\"left\" \/><\/a> <strong>Aachen.<\/strong> \u00abWas ist der gr\u00f6\u00dfere Vandalismus, der Beton  oder die Farbe darauf?\u00bb, fragt Lars Kessler, bekannter Sprayer der  Aachener Graffiti-Szene, in die Runde. Genau diese Frage stellte man  sich k\u00fcrzlich im Atelierhaus Aachen.<\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><noscript><a href=\"http:\/\/ad.de.doubleclick.net\/jump\/oms.aachener-zeitung.de\/localnews_aachen;oms=localnews_aachen;nielsen=2;tile=3;ord=308162658648?\" target=\"_new\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ad.de.doubleclick.net\/ad\/oms.aachener-zeitung.de\/localnews_aachen;oms=localnews_aachen;nielsen=2;tile=3;ord=308162658648?\" border=\"0\" width=\"1\" height=\"1\"><\/a><\/noscript><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Unter der Moderation von Nadya Bascha, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des  K\u00fcnstlerzentrums, diskutierten Vertreter der Politik, Kulturschaffende  und Besucher in einer offenen Podiumsdiskussion die Kontroversen der  polarisierenden Kunstform aus.<\/p>\n<p><strong>Kilometerlange Au\u00dfenfl\u00e4chen<\/strong><\/p>\n<p>Eingeleitet wurde die Diskussion durch einen Film und eine Pr\u00e4sentation.  Hier bekamen die Besucher einen Eindruck, wie vielseitig Graffiti sein  kann. Eine Menge Fotos zeigten verschiedenste Wandkunstwerke aus aller  Welt. Unter anderem auch Bilder aus anderen deutschen St\u00e4dten, wie etwa  Bochum oder Gladbeck, in welchen es bereits kilometerlange Au\u00dfenfl\u00e4chen  f\u00fcr Sprayer gibt.<\/p>\n<p>Solche Fl\u00e4chen soll es nun auch wieder in Aachen geben. Der  entsprechende Antrag ist bereits gestellt. Die Initiatorin Maike  Schlick, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat, stand  dazu Rede und Antwort. Denn es gibt nicht nur Bef\u00fcrworter.<\/p>\n<p>Zu den Kritikern z\u00e4hlen jedoch nicht nur ver\u00e4rgerte Anwohner, die  vielleicht noch ihre eigene Hauswand vor Augen haben, auf welcher ein  \u00abTag\u00bb &#8211; so werden in der Szene die verschachtelten Namensz\u00fcge genannt &#8211;  prangt. Selbst Freunde der Szene sehen die Legalisierung bestimmter  \u00f6ffentlicher Fl\u00e4chen kritisch.<\/p>\n<p>\u00abIch wei\u00df nicht, ob sich die Aachener Graffiti-Szene selbst einen  Gefallen tut, wenn sie zul\u00e4sst, dass sich Politiker oder Beh\u00f6rden  einmischen\u00bb, merkte ein Besucher an. Eine Kunstform, die als frei  anerkannt werden wolle, m\u00fcsse sich durch immer enger werdendere Vorgaben  einschr\u00e4nken lassen. Das sei ein Widerspruch in sich.<\/p>\n<p>\u00abAber durch freigegebene Fl\u00e4chen verringert man vielleicht die Art von  Graffiti, die nicht als Kunst gew\u00fcnscht wird, weil sie nicht ansprechend  und gestaltend ist. Wenn sich solche Tags auf einen bestimmten  Wandabschnitt begrenzen lassen, verschwinden vielleicht die  Schmierereien im \u00f6ffentlichen Stadtbild\u00bb, hoffte eine Besucherin.<\/p>\n<p>Lars Kessler warnte vor solchen Hoffnungen: \u00abEs wird vermutlich immer  zwei Gruppen in der Szene geben. Die, die es als Kunst ausleben und  gestalten wollen, und die andern, die einfach nur provozieren wollen.\u00bb<\/p>\n<p>Auch legale Fl\u00e4chen w\u00fcrden diese Sprayer nicht davon abbringen, illegal  zu spr\u00fchen. \u00abDenen geht es nicht um das gemalte Bild. Die wollen Nachts  rausgehen, ihre Tags an einen Zug spr\u00fchen, und vor der Polizei  wegrennen. Legale Fl\u00e4chen bieten kein Adrenalin\u00bb, meinte Kessler.<\/p>\n<p>Aber die vielen anderen, die unter diesen Gruppen selbst am meisten  litten, k\u00f6nnten sich auf solchen W\u00e4nden k\u00fcnstlerisch ausdr\u00fccken.  Speziell f\u00fcr sie sei es schade, dass es in einer Kulturstadt wie Aachen  bisher keine M\u00f6glichkeit gebe, ihrer Passion nachzugehen. \u00abEs geht vor  allem darum, dieser Kunstform eine h\u00f6here Wertsch\u00e4tzung zuteil werden zu  lassen\u00bb, betonte Maike Schlick.<\/p>\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/www.az-web.de\/lokales\/aachen-detail-az\/1448682?_link=&amp;skip=&amp;_g=Szene-zwischen--Kunst-und-Kriminalitaet.html\">http:\/\/www.az-web.de\/lokales\/aachen-detail-az\/1448682?_link=&amp;skip=&amp;_g=Szene-zwischen&#8211;Kunst-und-Kriminalitaet.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Nicolas Gaspers | 31.10.2010, 17:41 Aachen. \u00abWas ist der gr\u00f6\u00dfere Vandalismus, der Beton oder die Farbe darauf?\u00bb, fragt Lars Kessler, bekannter Sprayer der Aachener Graffiti-Szene, in die Runde. Genau diese Frage stellte man sich k\u00fcrzlich im Atelierhaus Aachen. 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