{"id":198,"date":"2009-03-25T20:19:07","date_gmt":"2009-03-25T18:19:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maurizone.de\/?p=198"},"modified":"2009-03-25T20:19:07","modified_gmt":"2009-03-25T18:19:07","slug":"ein-pladoyer-fur-graffiti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maurizone.de\/?p=198","title":{"rendered":"Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Graffiti"},"content":{"rendered":"<div id=\"main\" class=\"aufmacher\">\n<div id=\"post-22409\" class=\"post\">\n<p class=\"kategorien\"><span class=\"kicker\"><a title=\"View all posts in Kultur\" rel=\"category tag\" href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/category\/kultur\/\">Kultur<\/a> <\/span><\/p>\n<h2><a title=\"Permanenter Link: Feindbild Graffiti-Sprayer - ein Pl\u00e4doyer\" rel=\"bookmark\" href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2009\/03\/23\/feindbild-graffiti-sprayer-ein-plaedoyer\/\">Feindbild Graffiti-Sprayer &#8211; ein Pl\u00e4doyer<\/a><\/h2>\n<div class=\"datum\">Montag, den 23. M\u00e4rz 2009 um 13:26 Uhr von <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/autor?user_id=vinci\">Thilo Pfennig<\/a><\/div>\n<dl class=\"bild\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/grafti.jpg\" alt=\"\" \/><\/dt>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Graffiti\">Graffiti<\/a> in der \u00d6ffentlichkeit stellt seit Jahren eines der umstrittensten Themen dar. Erstaunlich, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass es sich meist nur um Farbe auf W\u00e4nden handelt. Was macht das Thema so problematisch und ist es realistisch zu erwarten, dass Graffiti aus der \u00d6ffentlichkeit verschwindet? Und w\u00e4re das w\u00fcnschenswert?<\/p>\n<p><strong>Graffitigeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist klar, dass Menschen seit undenklichen Zeiten mit Werkzeugen Symbole und Kunst erstellen. Der Begriff bedeutet so viel wie \u201cmit dem Griffel kratzen\u201d. Denn nat\u00fcrlich gab es in der Urzeit noch keine Spraydosen (die erst in den 30er Jahren erfunden wurde). Graffiti im heutigen Sinne, aber mit anderen Werkzeugen, gibt es seit dem Altertum z.B. in \u00c4gypten und den R\u00f6mischen Reich. Diese geben Historikern heute teilweise wertvolle Hinweise \u00fcber das Leben und das Denken der damals lebenden Menschen. Auch in der Neuzeit gab es viele interessante Beispiele, wie z.B. die bewusst erhaltenen Graffiti von russischen Soldaten im Berliner Reichstag, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,27609,00.html\">deren Erhalt damals auch f\u00fcr viel Kritik und Unverst\u00e4ndnis sorgte<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Mit Kanonen auf Spatzen<\/strong><\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass Graffitis immer wieder zum Aufreger werden. So <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/printarchiv\/bezirke\/article517784\/Reinickendorf_Graffiti_und_Terrorismus.html\">schimpfte eine CDU-Politikerin in Berlin 2002<\/a> auf Graffiti, die gegen Stoiber gerichtet waren: \u201cDiese Tat in unmittelbarer N\u00e4he des 11.\u00a0September, des Tages, an dem der menschenverachtende terroristische Anschlag auf Amerika ver\u00fcbt wurde, ist auch als Anschlag auf unsere Demokratie zu werten.\u201d Oft werden sowohl Graffiti als auch die Verletzung von Urheberrechten mit Terrorismus und Organisierter Kriminalit\u00e4t gleichgesetzt. Damit wird dann auch die Gangart gegen Graffiti mitbestimmt. 2005 sorgte der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,350382,00.html\">Einsatz von Hubschraubern<\/a> des Bundesgrenzschutzes f\u00fcr Wirbel in den Medien. Hier stellte sich wie oft die Frage nach der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Mittel.<\/p>\n<p>Die Initiative KLAR SCHIFF Kiel <a href=\"http:\/\/www.klarschiff-kiel.de\/kiel\/klarschiff\/news.html#090503a\">berichtet 2003 stolz<\/a>:<\/p>\n<p><em>Gegen 21.50 Uhr teilten Anwohner der G\u00e4rtnerstra\u00dfe telefonisch mit, zwei junge M\u00e4nner h\u00e4tten gerade ein Tor und Laternenmasten mit Farbstiften beschmiert. Mehrere Einsatzfahrzeuge machten sich auf den Weg. Im Wulfsbrook entdeckte die Beamten an einer Bushaltestelle eine f\u00fcnfk\u00f6pfige Gruppe Jugendlicher, darunter zwei M\u00e4dchen. Einer der Jugendlichen malte gerade sein \u201cTag\u201d an eine M\u00fclltonne. Wie sich bei der anschlie\u00dfenden \u00dcberpr\u00fcfung herausstellte, hatten ein 16- und ein 20-J\u00e4hriger die Schriftz\u00fcge verursacht. Entsprechende Stifte entdeckten die Beamten bei den Durchsuchungen. Gegen die Beschuldigten wurden Strafverfahren eingeleitet.<\/em><\/p>\n<p>Wenn hier das Sprichwort \u201cMit Kanonen auf Spatzen schiessen\u201d nicht gilt, wei\u00df ich nicht, wann sonst. Wenn das Bemalen von M\u00fclltonen mit ein paar Filzstiften schon f\u00fcr einen Gro\u00dfeinsatz der Polizei sorgt, fragt man sich, ob die Polizei sonst nichts Besseres zu tun hat.<\/p>\n<p><strong>Graffiti als Herausforderung an unsere Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Geschichte hinter den Graffiti ist eigentlich ein Kampf um Eigentum und \u00f6ffentliche Fl\u00e4chen. In den meisten westlichen L\u00e4ndern gibt es zum einen klares Privateigentum und dar\u00fcber hinaus \u00f6ffentliche Fl\u00e4chen, deren Nutzung von denen bestimmt wird, die die Herrschaft aus\u00fcben. Geb\u00e4udefl\u00e4chen und der \u00f6lffentliche Raum insgesamt werden immer gerne zu Werbezwecken verwendet. Der einzelne B\u00fcrger kann dabei wenig dar\u00fcber mitbestimmen, was wo gebaut werden darf oder welche Werbung wo h\u00e4ngt &#8211; von \u00fcberall springen uns Botschaften an. Im Allgemeinen aber halten sich diese Botschaften an gewisse Regeln &#8211; entweder werden Werbefl\u00e4chen bezahlt oder jemand baut ein neues Geb\u00e4ude auf einem Grundst\u00fcck, das er gekauft hat. Es gibt zwar auch so hier und da Streitigkeiten \u00fcber Baugrundst\u00fccke und die \u00d6ffentlichkeitswirkung, doch werden Investoren eher selten mit Terroristen gleichgesetzt.<\/p>\n<p>In den USA wird Graffiti zunehmend auch von Firmen im Sinne des Guerilla Marketings eingesetzt, wie z.B. <a href=\"http:\/\/www.wired.com\/culture\/lifestyle\/news\/2005\/12\/69741\">von SONY zur Bewerbung ihrer Spielkonsole<\/a>. F\u00fcr so einen weltweiten Gro\u00dfkonzern sind die darauf zu zahlenden Strafen nat\u00fcrlich nur Peanuts. Vielleicht erfolgt eine bessere Anerkennung der Graffiti ja auch dann, wenn diese Aktionen von Firmen an der Tagesordnung sind?<\/p>\n<p><strong>Ist Graffiti Kunst?<\/strong><\/p>\n<p>Graffiti war und ist immer auch Protest gegen bestehende Verh\u00e4ltnisse. Und darin unterscheiden sie sich nicht von vielen K\u00fcnstlern und Kunstaktionen. So wie auch ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Beuys\">Beuys<\/a> sich mit dem etablierten Kunstbetrieb an der Staatlichen Kunstakademie D\u00fcsseldorf anlegte. Damit sei nicht gesagt, dass jeder Graffiti-K\u00fcnstler auch ein kleiner Beuys ist. Damit sei lediglich darauf hingewiesen, dass das Verletzen von Regeln und die Aneignung von \u00f6ffentlichem Raum etwas ist, was sowohl\u00a0 zu jeder Zeit in unserer Gesellschaft passiert und es auch f\u00fcr den Graffiti gar keine andere M\u00f6glichkeit gibt zu \u00fcberleben als gegen diese Regeln zu versto\u00dfen. Es gibt auch Graffiti, die in Galerien ausgestellt werden. Diese stellen aber eine andere Kunstgattung dar, selbst wenn die Techniken \u00e4hnlich oder gleich sind.<\/p>\n<p>Nichts was Graffiti zu eigen ist, ist einzigartig &#8211; sowohl die Regelverletzung als auch das Besetzen des \u00f6ffentlichen Raumes mit Botschaften ist bei uns allt\u00e4glich. Einzigartig ist aber die Kombination, die dazu f\u00fchrt, dass Graffiti-Sprayer einem hohen Fahndungsdruck ausgesetzt sind. Zudem h\u00e4ngen viele Politiker immer noch der so genannten \u201c<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Broken-Windows-Theorie\">Broken-Windows-Theorie<\/a>\u201d nach. Demnach sind Graffiti und zerbrochene Fensterscheiben ein Signal in einer Stra\u00dfe oder einem Viertel, das angeblich Kriminalit\u00e4t anzieht und den Verfall eines Viertels herbeif\u00fchrt. Dagegen wurde die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nulltoleranzstrategie\">Nulltoleranzstrategie<\/a> angewandt, das selbst Bagatellvergehen stark verfolgte. In New York wurde diese sehr konsequent umgesetzt. Es kam auch zu einem Absinken der Kriminalit\u00e4t. Allerdings passierte das zeitgleich in allen Gro\u00dfst\u00e4dten der USA &#8211; also auch in denen ohne Nulltoleranzstrategie. In dem Buch <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Freakonomics\">Freaknonomics<\/a> wurde die Theorie aufgestellt und statistisch untermauert, dass die Kriminalit\u00e4tsrate deswegen absank, weil es wegen erlaubter Abtreibungen weniger ungewollte Kinder gab. Statistische Indizien f\u00fcr die Wirksamkeit einer Nulltoleranzstrategie gibt es hingegen nicht. Dennoch wird diese von vielen Law-and-Order-Politikern als belegt und alternativlos dargestellt und bestimmt oft die \u00f6ffentliche Vorstellung von wirksamer Kriminalit\u00e4tspr\u00e4vention. Auch die vermehrte \u00dcberwachung mit \u00f6ffentlichen Kameras wurde aus dieser Theorie entwickelt.<\/p>\n<p><strong>Wie viel Kontrolle wollen wir?<\/strong><\/p>\n<p>Im Grunde wird hier aber versucht aus einem relativ kontrollierten Raum einen hyperkontrollierten Raum zu schaffen. Politiker wie BKA-Chef Ziercke oder Innenminister Wolfgang Sch\u00e4uble sind sogar der Meinung, dass es \u00fcberhaupt keine un\u00fcberwachten Freir\u00e4ume mehr geben sollte. Dies aber w\u00fcrde einer Abschaffung der Privatsph\u00e4re gleichkommen. War es fr\u00fcher normal, dass die Polizei nicht \u00fcberall alles mitverfolgen konnte, so gilt heute, dass angeblich jede Ma\u00dfnahme, die m\u00f6glich ist, auch umgesetzt werden muss.<\/p>\n<p><strong>Die finanziellen Auswirkungen<\/strong><\/p>\n<p>In dem Zusammenhang sind Graffiti viel mehr als Rechtfertigung f\u00fcr eine st\u00e4rkere \u00dcberwachung und Kontrolle des \u00f6ffentlichen Raumes, als dass die angewendeten Ma\u00dfnahmen tats\u00e4chlich die Anzahl der Graffiti im \u00f6ffentlichen Raum reduzieren w\u00fcrden. W\u00fcrde man die Finanzmittel, die sowohl zur Erschaffung als auch der Beseitigung von Graffiti angewendet werden zusammenz\u00e4hlen, k\u00e4me man mit Sicherheit auf eine unfassbare Summe. Unfassbar vor allem deswegen, weil durch die ganzen teuren Ma\u00dfnahmen, die oft letztendlich darin bestehen graue Autobahnbr\u00fcckenpfeiler von Farbe zu befreien, den Graffiti niemals g\u00e4nzlich aus dem \u00f6ffentlichen Raum verdr\u00e4ngen werden. F\u00fcr die oft jugendlichen Sprayer kann es aber bedeuten, dass sie jahrzehntelang f\u00fcr die Beseitigung entstandender Sch\u00e4den zahlen m\u00fcssen. Diese haben in ihrem Alter aber meist die Tragweite und das Risiko ihres Handelns gar nicht absch\u00e4tzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Graffiti-Sprayer und die Eigent\u00fcmer von Fl\u00e4chen stehen in einem nat\u00fcrlich Widerspruch, der kaum aufzul\u00f6sen ist. Zumindest dann nicht, wenn man nicht anf\u00e4ngt die Bedeutung und die Nutzbarkeit \u00f6ffentlicher Fl\u00e4chen zu hinterfragen. Bei Autos sieht die ganze Sache anders aus: In unseren St\u00e4dten geht ein Gro\u00dfteil der Fl\u00e4chen von Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen an parkende Autos. Ein Auto abzustellen und stehen zu lassen ist aber vollkommen legal. Im Innenstadtbereich wird manchmal eine Geb\u00fchr erhoben &#8211; aber davon abgesehen hat man sich hier darauf geeinigt, dass die B\u00fcrger jede Stra\u00dfe und jeden Platz, der daf\u00fcr geeignet ist zum Parken benutzen d\u00fcrfen. Die Kosten einer Garage oder eines bezahlten Standplatzes k\u00f6nnen dagegen erheblich sein. Hier hat die \u00d6ffentlichkeit die Abw\u00e4gung getroffen, dass der Gebrauch von Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen im gewissen Rahmen w\u00fcnschenswert ist (z.B. auch durch parkende Besucher, die die Gelegenheit nutzen in Gesch\u00e4ften einzukaufen). Der Umsatz den Graffiti-Sprayer generieren im Konsum von Materialien wird hingegen als nicht so wertvoll angesehen. Anders ist es mit Fabriken, die Spr\u00fchdosen herstellen, die nur f\u00fcr Graffiti geeignet sind. Dort arbeiten Menschen wie Du und ich, bekommen ihren Lohn und zahlen ihre Versicherung &#8211; die Spraydosen verlassen die Fabrik und gelangen ggf. zu den Kindern der Fabrikarbeiterinnen. Bedeutet es f\u00fcr eine Arbeiterin die Sicherung eines Einkommens inklusive Altersvorsorge Materialen herzustellen, die zur Graffitierstellung genutzt werden, so kann es f\u00fcr die Kinder zum finanziellen Risiko werden, das v\u00f6llig legale Material und Werkzeug dem ihnen bestimmten Zweck zuzuf\u00fchren. Die Gewinne der Fabrik und die Einkommenssteuer werden wiederum daf\u00fcr verwandt Gerichte und Polizei zu bezahlen, die diese Kinder festnehmen und bestrafen.<\/p>\n<p><strong>Unscharfe Definitionen<\/strong><\/p>\n<p>Ich kann den einzelnen Hauseigent\u00fcmer verstehen, der sich dar\u00fcber \u00e4rgert, dass seine frisch gestrichene Wand pl\u00f6tzlich von Fremden vollgemalt wird &#8211; und ich kann auch seinen Wunsch nachvollziehen, diese unerw\u00fcnschten Versch\u00f6nerungen zu entfernen. Das Gesamtproblem des Graffiti l\u00e4sst sich aber anhand eines einzelnen Beispiels nicht erkl\u00e4ren. Falsch ist auch, wenn von vielen Seiten immer wieder Begriffe wie \u201cSchmierereien\u201d verwendet werden. Denn rein sachlich betrachtet schmiert da nichts. Und zum anderen ist es meist nicht die Absicht der Sprayer irgendwo etwas zu verschmutzen. Oft geht es darum etwas zu erschaffen &#8211; oft ersch\u00f6pft es sich in einer Marke oder \u201cTag\u201d &#8211;\u00a0 manchmal aber auch in dem Schaffen von einem Kunstwerk, zumindest im Auge des K\u00fcnstlers &#8211; er will etwas schaffen, das gesehen wird &#8211; will kommunizieren und will Anerkennung. Dabei wohl in den selteneren Anerkennung vom Hausbesitzer. Diese werden oft von der \u00d6ffentlichkeit gedr\u00e4ngt Anzeige zu erstatten &#8211; eine zeitlang sah es sogar so aus, als ob man Hausbesitzer verpflichten wollte dies zu tun &#8211; was dann aber eine fundamentale Abkehr von geltenden Rechtsprinzipien gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Dies soll ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Toleranz gegen\u00fcber Graffiti sein. Graffiti war, ist und wird immer Teil unserer Kultur sein. Man muss es nicht lieben. Ich selbst rege mich auch \u00fcber viele Dinge in der \u00d6ffentlichkeit auf. \u00d6fter aber \u00fcber verordnete Gem\u00fctlichkeit und Baus\u00fcnden, als \u00fcber ein paar Spr\u00fcche oder Graffiti-Kunst. Es kann nicht so weitergehen, dass die Gesellschaft Krieg gegen eine Jugendkultur und somit gegen ihre Jugendlichen f\u00fchrt. In so einem Krieg k\u00f6nnen nur alle Seiten verlieren. Sowohl finanziell als auch defakto an der Existenz von Graffiti. Die wird es auch in 2000 Jahren noch geben. Es w\u00e4re daher an der Zeit einen anderen gesellschaftlichen Dialog zu f\u00fchren. Solange immer nur aus der eigenen beschr\u00e4nkten Perspektive argumentiert wird, wird es keine L\u00f6sung geben &#8211; und desto mehr werden Graffiti zum \u00c4rgernis anstatt zu einer Bereicherung. In Wahrheit ist es n\u00e4mlich die Bek\u00e4mpfung der Graffiti, die zu einer Versch\u00e4rfung aber nicht zu einer L\u00f6sung beigetragen hat.<\/p>\n<p>Photo Quelle\/Copyright: fabbio, cc creative commons, <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/deed.de\">Bestimmte Rechte vorbehalten<\/a>, via <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/fabiovenni\/171218959\/\">flickr<\/a><\/p>\n<p>Link: http:\/\/www.readers-edition.de\/2009\/03\/23\/feindbild-graffiti-sprayer-ein-plaedoyer\/<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kultur Feindbild Graffiti-Sprayer &#8211; ein Pl\u00e4doyer Montag, den 23. M\u00e4rz 2009 um 13:26 Uhr von Thilo Pfennig Graffiti in der \u00d6ffentlichkeit stellt seit Jahren eines der umstrittensten Themen dar. Erstaunlich, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass es sich meist nur um Farbe auf W\u00e4nden handelt. Was macht das Thema so problematisch und ist es realistisch zu erwarten, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,4,37,51],"tags":[],"class_list":["post-198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-graffiti","category-hiphop-dont-stop","category-presseartikel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=198"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":200,"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/198\/revisions\/200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.maurizone.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}