{"id":1121,"date":"2014-12-28T18:35:24","date_gmt":"2014-12-28T16:35:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.maurizone.de\/?p=1121"},"modified":"2014-12-28T20:42:12","modified_gmt":"2014-12-28T18:42:12","slug":"graffiti-magazine-19-vs-masterthesis-hard-to-buff-diskursanalyse-der-ausgaben-des-%e2%80%9egraffiti-magazine-in-hinblick-auf-die-darstellung-kultureller-identitat-von-graffiti-writern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.maurizone.de\/?p=1121","title":{"rendered":"Graffiti Magazine #19 vs. Masterthesis Hard to Buff Diskursanalyse der Ausgaben des \u201eGraffiti Magazine\u201c in Hinblick auf die Darstellung kultureller Identit\u00e4t von Graffiti Writern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach langer Zeit geht das\u00a0<a href=\"http:\/\/www.graffiti-magazine.net\" target=\"_blank\">Graffiti Magazine<\/a>\u00a0in die n\u00e4chste Ausgabe: Das GRAFFITI MAGAZINE mit der Ausgabe 19 \/ Winter 2014. 64 Seiten. Zum Inhalt: FYA, Dortmund Oldschool, KJ263, ein Freight Spezial, SCREW, Sergei Kravinoff und einiges mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.maurizone.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/cover19gm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1127\" title=\"cover#19gm\" src=\"http:\/\/www.maurizone.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/cover19gm-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.maurizone.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/cover19gm-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.maurizone.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/cover19gm-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.maurizone.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/cover19gm.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Anlass greife ich gerne auf und stelle bei Interesse, meine Masterthesis auf Anfrage zu wissenschaftlichen Zwecken bereit. Das Graffiti Magazine war\/ist der Forschungsgegenstand meiner Masterthesis mit dem Titel &#8222;Hard to Buff. Diskursanalyse der Ausgaben des \u201eGraffiti Magazine\u201c in Hinblick auf die Darstellung kultureller Identit\u00e4t von Graffiti Writern&#8220; gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier eine Preview der Arbeit:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits in der fr\u00fchen Kulturgeschichte der Menschheit entwickelte sich die kulturelle Praxis des Anbringens von Inschriften in Form von H\u00f6hlenzeichnungen. \u00dcber die Jahrhunderte hinweg zeigte sich diese Ausdrucksform, analog zum (technologischen) Fortschritt, in Form von Schm\u00e4hinschriften z. B. auf den H\u00e4userw\u00e4nden Pompeis und entwickelte sich hin zu modernen Varianten in Form der Bemalung bzw. Beschriftung von Mauern, W\u00e4nden,Z\u00fcgen und anderen Fl\u00e4chen beispielsweise mit Marker-Stiften oder Spr\u00fchdosen. Die beschriebenen Formen subkultureller Inschriften werden heute unter dem Begriff Graffiti zusammengefasst (vgl. Kreuzer 1986, S. 128). Die Darstellungen sind dabei als vielf\u00e4ltige Botschaft zu verstehen: Neben der blo\u00dfen Bekundung der Existenz des Urhebers, bestehen dar\u00fcber hinaus direkte und indirekte Botschaften an einzelne Personen oder Personengruppen bis hin zu Botschaften an die Gesellschaft (vgl. Sch\u00fctz 1993). Diese kommunikativenBotschaften lassen sich als soziale Interaktion abstrahieren. Die Voraussetzung f\u00fcr soziale Interaktion, als wechselseitiger Prozess zwischen (sozialer) Umwelt und Individuum, aber gleicherma\u00dfen auch das Produkt dieser, wird mit dem Begriff der Identit\u00e4t beschrieben (vgl. Simon &amp; Tr\u00f6tschel 2007). Identit\u00e4t wird dabei einerseits als das Wissen \u00fcber individuelle Eigenschaften und Eigenheiten (individuelle Identit\u00e4t) und im Zusammenhang mit der Zugeh\u00f6rigkeit zu sozialen Gruppen (soziale Identit\u00e4t) beschreiben (vgl. Bierhoff 2011). Die Identit\u00e4t ist insofern unter anderem als bedeutsames Konzept bei der Erstellung von Graffiti zu verstehen (vgl. Macdonald 2001). Neben den beiden genanntenIdentit\u00e4tskonstrukten der individuellen und sozialen Identit\u00e4t, die das Individuum als Tr\u00e4ger der Identit\u00e4t beschreiben, bezeichnet die kulturelle Identit\u00e4t die kollektive Identit\u00e4t einer Gruppe, eines Milieus oder einer (Sub)kultur. Kulturelle Identit\u00e4ten \u201ereflektieren (\u2026) die gemeinsamen historischen Erfahrungen und die gemeinsam genutzten kulturellen Codes (\u2026) die uns (\u2026) unabh\u00e4ngig von den sich ver\u00e4ndernden Spaltungen und Wechself\u00e4llen (\u2026) einen stabilen, gleichbleibenden und dauerhaften Referenz- und Bedeutungsrahmen zur Verf\u00fcgung stellen\u201c (Hall 1994, S. 27). Kulturelle Identit\u00e4ten lassen sich also zwar als Orientierungsrahmen beschreiben, unterliegen aber aufgrund der vielf\u00e4ltigen Einflussfaktoren im Sinne der Subjekte, einem permanenten Wandel durch kollektiven Diskurs. In Bezug auf die Graffiti Szene l\u00e4sst sich die kulturelle Identit\u00e4t von Graffiti Writern als eingebettet in den historischen Entstehungskontext und die weitere Entwicklung der Graffiti Kultur sehen. Die verbreitetste Form des modernen Graffiti ist das American bzw. New York Style Graffiti (Reinecke 2012, S. 29) das in den fr\u00fchen Siebziger Jahren in New York seinen Ursprung hatte. Dort entstand in dieser Periode die Graffiti Kultur, die sich in ihrer Auslebung verschiedener Formen, Stile und Regeln in Bezug auf die Art der Anbringung, der Gr\u00f6\u00dfe, der verwendeten Materialien und weiterem bedient (vgl. Castleman 1997, S. 20-51). Darunter fallen kurze Namenssignaturen, die mit Spr\u00fchdose oder Markern angebracht werden, sowie gro\u00dffl\u00e4chige Buchstaben und Bildkompositionen die mit Spr\u00fchdosen aufgetragen werden. Diese Namenssignaturen nennen sich in der Szenedefinition \u201eTags\u201c und werden ungefragt und illegal angebracht. Laut Castleman (vgl.1997, S. 19-20) geht es Writern dieses Stils um \u201eGetting up\u201c und \u201eFame\u201c, das hei\u00dft um die Szeneinterne Anerkennung der eigenen Leistung und dem Ansteigen des Ansehens innerhalb der Szene. Diese Ziele werden in der aktuellen Literatur als die immer noch vorherrschenden Elemente dieser Kultur beschrieben (vgl. Reinecke 2012, S. 31). In Bezug auf die vorliegende Arbeit liegt hier ein elementarer Aspekt insofern, als das Erlangen von Popularit\u00e4t und Respekt durch die Entwicklung und Pr\u00e4sentation eines besonderen Stiles f\u00fcr die kulturelle Identit\u00e4t des Kollektivs (der Writer) bedeutet, dass einzelne Writer die Identit\u00e4t zu einem gr\u00f6\u00dferen Teil mitgestalten als andere. Voraussetzung daf\u00fcr ist allerdings eine m\u00f6glichst szenenweite Repr\u00e4sentation bzw. Verbreitung des Stiles durch Bildmaterial. Die Ausgestaltung der kulturellen Identit\u00e4t einer Szene, die durch Typografien (Meier 2007) repr\u00e4sentiert wird, durch Subjekte dieser, ist insbesondere von dem Grad der Verbreitung einzelner Typografien abh\u00e4ngig. Vor allem dann, wenn es sich um eine international und im Falle der Graffiti Szene zudem noch eher untergr\u00fcndig agierende Szene handelt. Dazu kommt die Besonderheit der Bewertungskriterien f\u00fcr gute Stiles bzw. die Grundlage f\u00fcr das Erlangen von Fame: ein eigener, m\u00f6glichst einzigartiger Style, exklusive Pl\u00e4tze (z. B. H\u00e4userd\u00e4cher, Z\u00fcge etc.) und der Grad der Illegalit\u00e4t (desto mehr,desto besser). Die Verbreitung und folglich Bewertung entsprechender Pieces kann aufgrund der Ortsgebundenheit der Pieces (mit Ausnahme der Z\u00fcge [s. Kapitel 2.2]) nur medial stattfinden. Gleiches gilt f\u00fcr eine wissenschaftliche Analyse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen der vorliegendenArbeit wird dieser Gedankengang aufgegriffen. Das Forschungsinteresse liegt in der kulturellen Identit\u00e4t bzw. der Darstellung dieser. Als Medium bieten sich Graffiti-Magazine an, da sie selbst historisch gewachsen &#8211; zumindest vor der weltweiten Verbreitung des Internets \u2013 das Hauptverbreitungsmedium f\u00fcr Styles und Pieces waren. Der Grund daf\u00fcr, trotz der mittlerweile gro\u00dfen Verbreitung von Pieces \u00fcber das Internet ist, dass die Magazine eine bestimmte, konstante, weniger beliebige Selektion und somit auch greifbaren, geschlossenen Diskurs darstellen. Dar\u00fcber Hinaus stellt die Darstellung der gespr\u00fchten Signatur in diesen Medien f\u00fcr die Writer oftmals die einzige M\u00f6glichkeit dar ihre Graffiti Bilder zu pr\u00e4sentieren, da die Entfernung der Bilder auf W\u00e4nden und insbesondere auf Z\u00fcgen ausgehend von den ersten Antigraffiti- und Reinigungsma\u00dfnahmen der Achtziger Jahre in New York, auch in Deutschland, vor allem im Fall von Unternehmen oder Institutionen, zeitnah durch die Eigent\u00fcmer erfolgt. Der Hintergrund dieser Null Toleranz Politik entspringt vermutlich p\u00e4dagogischen \u00dcberlegungen in Bezug auf die m\u00f6gliche positive Verst\u00e4rkung der Writer, im lerntheoretischen Sinne (vgl. Hartung 2010), im Falle der \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sentation ihrer Pieces. Gerade aufgrund dieser sich zunehmend versch\u00e4rfenden Ordnungspolitik (vgl. Wehrheim 2002), gewannen Graffiti Magazine vor der massenhaften Verbreitung des Internets zunehmend an Bedeutung und repr\u00e4sentieren inhaltlich einen szeneinternen Diskurs und transportieren in diesem Sinne auch kulturelle Identit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Fokus dieser Arbeit richtet sich daher auf die qualitative Analyse von Darstellungen, Texten und Graffiti Bildern innerhalb eines im Lokalraum Rhein-Ruhr vertriebenen Szenemagazines mit dem Namen \u201eGraffiti Magazine\u201c. Die Darstellungen innerhalb der achtzehn Ausgaben des \u201eGraffiti Magazine4\u201c befassen sich vordergr\u00fcndig textlich und visuell mit dem Eingangs erw\u00e4hnten American bzw. New York Style Graffiti .Die Ausgaben sind im Zeitraum vom Winter 2005 bis Juli 2012 erschienen. In den Magazinen werden Graffiti Bilder, Berichte und Reportagen zum Thema Graffiti, Berichte \u00fcber einzelne Graffiti Writer und Graffiti Crews5, sowie Texte in essayistischer Form dargestellt. Gast-Autoren und Redakteure sowie Szeneaktivisten schreiben Artikel und verfassen Berichte innerhalb der Ausgaben. Die Darstellungen in den Magazinen sind als Medien f\u00fcr Zuschreibungsprozesse im Bereich der kulturellen Identit\u00e4t von Writern zu verstehen. Die Authentizit\u00e4t des Dargestellten ist hoch, die Informationen sind von der Szene f\u00fcr die Szene, sie stellen soziales Handeln dar. Die Gruppe der Writer wird in diesem Zusammenhang mit Fremdzuschreibungen und Legenden \u00fcber die eigene Historie konfrontiert. In den Magazinen wird eine soziale Wirklichkeit konstruiert, die von den Rezipienten interpretiert wird; die Erfahrungen von Erlebtem und von Zuschreibungen wirken sich so auf die \u201egegenw\u00e4rtige soziale Wirklichkeit und ihre allt\u00e4glichen Handlungspraxen und ihre Selbstpr\u00e4sentationen aus\u201c (Keller 2013, S. 262).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammengefasst entsteht die Bedeutung von Graffiti f\u00fcr die Writer durch die Zuschreibungen, die Graffiti Szeneintern und Szeneextern erh\u00e4lt. Die Magazine erm\u00f6glichen so eine Analyse der Darstellung der kulturellen Identit\u00e4t von Writern \u00fcber einen geschlossenen Zeitrahmen. Der so gegebene Zugang zum Feld erm\u00f6glicht die \u201eWelt\u201c des Graffiti aus Sicht der Handelnden zu erfassen und die Diskurse zu verstehen, die m\u00f6glicherweise einen Einfluss auf die Entwicklung und Darstellung der kulturellen Identit\u00e4t von Writern haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gew\u00e4hlte Forschungsgegenstand in Gestalt von Graffiti Magazinen erm\u00f6glicht durch die wissenssoziologische Diskursanalyse eine genaue Betrachtung. In der vorliegenden Arbeit wird versucht im Rahmen sozialwissenschaftlicher Forschung menschliches Verhalten in nat\u00fcrlichen Situationen zu verstehen und zu erkl\u00e4ren. Das neu gewonnene theoretische Wissen soll die Ursachen des Wandels menschlichen Handelns anhand valider Daten nachvollziehbar erkl\u00e4ren. Die bisherigen Zug\u00e4nge Sozialer Arbeit zu dieser Zielgruppe resultieren prim\u00e4r aus den Erfahrungen szenespezifischer Jugendkulturarbeit (Kusber \/ Renken \/ M\u00fcller 2013, S. 309-320). F\u00fcr die Relevanz Sozialer Arbeit als praxisnahe Wissenschaft der selbigen, stellt die vorliegende Arbeit neben den bereits publizierten empirischen Untersuchungenz. B. zu Raumkonzepten von Writern (Schneider 2012), einen weiteren fundierten Zugang zu dieser Zielgruppe dar. F\u00fcr die Praxis Sozialer Arbeit bedeuten diese Erkenntnisse einen theoretischen Zugang zur Lebenswelt von Jugendlichen um Wandlungsprozesse nachzuvollziehen und um methodisch auf die Ver\u00e4nderung der selbigen im Sinne einer professionellen Hilfe zur Lebensbew\u00e4ltigung (B\u00f6hnisch 2012) reagieren zu k\u00f6nnen. Soziale Arbeit kann so auf Probleme reagieren, die Jugendliche: \u201e\u2026 bei der Entfaltung von Individualit\u00e4t und Identit\u00e4t und der sozialen Integration in die verschiedenen Bereich der Gesellschaft haben\u201c (vgl. Hurrelmann 2012). Szenemagazinen spiegeln unter anderem die Wahrnehmung illegaler Graffiti wider. Diese sind r\u00fcckgebunden an die sie rahmenden sozialen, historischen, technischen, kulturellen, medialen und vor allem auch urbanen Kontexte, die sie hervorbringen, sowie die Lebensweisen, Einstellungen und Motivation der Szeneg\u00e4nger des American Graffiti (vgl. Schierz im Erscheinen, S. 7). Dies tellt die Begr\u00fcndung f\u00fcr den gew\u00e4hlten Forschungszugang \u00fcber Bilder, Texte und Interviews in Graffiti Magazinen dar. Die qualitative Sozialforschung zielt darauf ab allt\u00e4gliches Handeln in seiner Komplexit\u00e4t zu verstehen und Entwicklungs- und Entstehungsprozesse vor dem Hintergrund der \u201ehistorischen Entfaltung, Stabilisierung und Ver\u00e4nderung von Diskursen und deren Machteffekten\u201c(Keller 2013, S. 44) zu rekonstruieren. American Graffiti, dargestellt in Szene Magazinen funktioniert in diesem Fall als ein Prozess der Identit\u00e4tsbildung (vgl. Schnoor 2007, S. 211) und gleichzeitig als Distinktionsrahmen (vgl. Diaz-Bone 2011). Der thematische Gegenstand der Magazine hat eine tiefe Bedeutung und sinnstiftenden Gehalt f\u00fcr den Lebensstil. Die Einbindung der Magazine in die Lebensf\u00fchrung steht f\u00fcr eine diskursiv gewinnbringende Einbindung des Mediums in die Lebensf\u00fchrung (vgl. Diaz-Bone 2011, S. 201). Die Entscheidung das Thema Graffiti als diskursives Feld im Rahmen des Forschungsvorhabens zu definieren, erm\u00f6glicht im Verlaufe der Arbeit die Entstehung und Analyse zu Aussagen der kulturellen Identit\u00e4t und der in diesem Feld herrschenden Diskurse herzustellen. Zur systematischen Analyse wird im Rahmen dieser Arbeit die Methode der Grounded Theory angewandt. Sie ist ein wissenschaftstheoretisch in der Hermeneutik begr\u00fcndeter Forschungsstil und umfasst mehrere Einzeltechniken mit deren Hilfe schrittweise in Daten begr\u00fcndete Theorien entwickelt werden k\u00f6nnen. Die theoretische Grundlage der Grounded Theory ist der Symbolische Interaktionismus (Mead 1968). Diese Herkunft findet ihren Niederschlag in der grundlegenden Annahme, dass im Mittelpunkt der Sozialforschung menschliches Handeln und menschliche Interaktionen stehen und dass Handeln und Interaktion nicht durch physikalische Umweltreize, sondern durch symbolvermittelte Interpretationen bestimmt werden. Auf der Grundlage empirischer Daten, meist qualitativer Daten geht es darum aus dem vorgegebenen Datenkorpus strategisch eine Theorie zu entdecken. Die methodologischen \u00dcberlegungen anhand des Gegenstandes \u2013 den Magazinen \u2013 schlie\u00dfen die Vor\u00fcberlegungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur genauen Nachzeichnung der hier dargestellten theoretischen Skizze, wird im Folgenden zun\u00e4chst die Entstehungsgeschichte des American Graffiti gezeigt, um den kulturellen Ursprung und die schon fr\u00fch einsetzende Interaktion von Graffiti Szene und Ordnungspolitik und deren tiefgreifende Folgen f\u00fcr die kulturelle Identit\u00e4t zu nachvollziehen zu k\u00f6nnen. Eine differenzierte Betrachtung der Geschichte der Graffiti Szene vor dem Hintergrund identit\u00e4tstheoretischer \u00dcberlegungen wird nachfolgend durch die theoretischenDarstellungen \u00a0erm\u00f6glicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach langer Zeit geht das\u00a0Graffiti Magazine\u00a0in die n\u00e4chste Ausgabe: Das GRAFFITI MAGAZINE mit der Ausgabe 19 \/ Winter 2014. 64 Seiten. 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