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Gastvortrag: Subjektorientierte Jugendarbeit am Beispiel der offenen Kinder- und Jugendarbeit

29. September 2016, admin

Freut sich sehr über die Einladung zu einem Gastvortrag im Praxiszentrum Jugend an der TH Köln. Das Thema und der Inhalt des Gastvortrages beziehen sich auf die Theorie der subjektorientierten Jugendarbeit, der Fokus liegt im weiteren Verlauf auf meinem Handlungsfeld der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Durchaus können sich in diesem Vortrag auch Bezüge zu meiner Arbeit im Rahmen der szenenspezifischen Jugendarbeit im Graffitiprojekt MittwochsMaler finden, zwingend notwendig ist dies aber nicht.

Termin:

TH Köln

Mittwoch, 07.12. 2015

Vorüberlegungen zur Notwendigkeit des Kölner Stammtisch Jugendarbeit

16. April 2015, admin


Autor: Maurice Kusber, 04/2015 

Kölner Stammtisch Jugendarbeit

 

Zur Notwendigkeit eines Kölner Stammtisch Jugendarbeit

 

Die Antwort auf die Frage: „Was ist Jugendarbeit?“, konnte seit deren Aufkommen in den 1960er- Jahren durch Vertreter der Erziehungswissenschaften für die Profession und die Disziplin der Sozialen Arbeit zielführend herausgearbeitet werden. Theorien einer bedürfnisorientierten, emanzipatorischen und subjektorientierten Jugendarbeit fanden praktische und konzeptionelle Umsetzungen, die sich an den Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen Jugendlicher orientieren. Die konzeptionelle Ebene (Cliquen-, Sozialraum- und Lebensweltorientierung) stärken das Profil und die Konturen von Jugendarbeit. Dieses fachliche Profil ermöglichte seinen Vertretern die Standpunkte einer emanzipatorischen und subjektorientierten Jugendarbeit, in den Auseinandersetzungen mit den immer wiederkehrenden Strömungen einer sozialen Kontrolle und Erziehung zur Anpassung zu vertreten (vgl. Scherr/ Sturzenhecker, S. 369). Kinder- und Jugendarbeit[1] fungiert seitdem als eigenständiges sozialpädagogisches Handlungsfeld und umfasst „ alle außerschulischen und nicht ausschließlich berufsbildenden, vornehmlich pädagogisch gerahmten und organisierten, öffentlichen, nicht kommerziellen bildungs-, erlebnis- und erfahrungsbezogenen Sozialisationsfelder von freien und öffentlichen  Trägern, Initiativen oder Arbeitsgemeinschaften“ (Thole 2000, S. 23). Der Bezug zu den individuellen Bedürfnissen, das widerständige Potential von Jugendkulturen, sowie die Bezugnahme von Jugendlichen als soziale Wesen im Rahmen sozialer Beziehungen und gesellschaftlicher Werte, sind elementare Grundpfeiler der Jugendarbeit.  Die rechtliche Grundlage der Jugendarbeit bildet das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG-Sozialgesetzbuch VIII) und definiert die Aufgaben insbesondere in §11. Als Schwerpunkte der Jugendarbeit können nach § 11 die außerschulische Jugendbildung, internationale Jugendarbeit, die arbeitswelt-, schul- und familienbezogene Jugendarbeit, Kinder- und Jugenderholung, Jugendberatung, sowie die Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit benannt werden. Zu den Zielen der Jugendarbeit zählen unteranderem die „Unterstützung Jugendlicher bei der Kultivierung ihres Eigensinns, bei der Entwicklung und Realisierung von Entwürfen eines guten eigenen Lebens und von Vorstellungen über eine anstrebenswerte Gesellschaft“ (Scherr/ Sturzenhecker 2014, S. 369).

 

Die Konturen dieses gegebenen Verhältnisses (Subjekt- und Demokratiebildung in der Jugendarbeit gerahmt im Spannungsfeld einer politischen Einverleibung der Institutionen der Jugendarbeit), erfahren momentan eine unangenehme Aktualität.  Jugendarbeit wird durch Sozialpolitik, Sicherheitspolitik und Bildungspolitik vermehrt als ein Instrument der Befriedung von delinquentem Verhalten, sowie der Unterstützung von formaler Bildung beansprucht. Der Fokus liegt dabei auf der Reproduzierbarkeit der nachwachsenden Generationen im Fahrwasser von (inter)-national stattfindenden, neoliberalen Humankapitaldiskursen.

Im Folgenden soll es darum gehen sich zutragende Strömungen zu hinterfragen und weiterhin Möglichkeiten einer an der Lebenswelt orientierten Jugendarbeit aufzuzeigen. Zur Diskussion stehen die gesellschaftlichen,  strukturellen und ökonomischen Bedingungen des Aufwachsens Jugendlicher. Wo liegen zukünftig die Chancen einer Jugendarbeit als Ort der Reflexion dieser Verhältnisse unter der Bezugnahme des Eigensinns von Jugendlichen? Eine an der Lebenswelt der Jugendlichen sich orientierende Jugendarbeit, benötigt weiterhin gut funktionierende Bedingungen subjektive Handlungsfähigkeit erwachsen zu lassen. Selbstbewusstsein, Selbstbestimmungsfähigkeit und Bildung sind die Basis einer ganzheitlichen Subjektbildung.

Letztendlich stellt sich auch für die Zukunft der Jugendarbeit die Frage, welche außerschulischen und sozialpädagogischen Möglichkeiten Jugendlichen weiterhin gegeben werden können und in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben wollen.

Literatur:

Thole, Werner (2000): Kinder- und Jugendarbeit. Eine Einführung. Weinheim und München: Juventa

Scherr, Albert/ Sturzenhecker, Benedikt (2014): Jugendarbeit verkehrt. Thesen gegen die Abwicklung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit durch ihre Fachkräfte. In: deutsche Jugend. 62.Jg. 2014, Heft 9, S. 369- 376.


[1] Aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung wird im Laufenden Text  der Begriff „Jugendarbeit“ benutzt, er schließt aber auch die Arbeit mit Kinder ein und ist daher im Sinne einer zusammengehörigen „Kinder- und Jugendarbeit“ zu verstehen.

Das wird ja langsam zur Methode…

20. Dezember 2013, admin

Und wieder ruft ein BA Methodenseminar nach fachlich fundierten Informationen,kein Problem..sehr gerne. Dies wird von mir  dargestellt  an den Zielen und Arbeitsweisen innerhalb meines Szenespezifischen Jugendkulturarbeitsfeldes. Am 08.01.14 findet an der FH Köln ein „Methodentag“ statt, ich freue mich über die Einladung und hoffe auf spannende Diskussionen im Anschluss an meine Präsentation.

Groundhog Day aka “Soziale Arbeit mit/in Jugendszenen am Beispiel der Hip Hop Kultur”

5. Juni 2013, admin

Mein Lieblings-Groundhog- Day findet auch dieses Jahr wieder statt, ich folge wieder einmal der Einladung von Herr Nils Wenzler und stelle eins meiner Handlungsfelder -> das Graffiti – und Jugendkunstprojekt MittwochsMaler vor.

Das Seminar „Soziale Arbeit mit/in Jugendszenen am Beispiel der Hip Hop Kultur” findet in der FH Köln statt. Im Gegensatz zu den Vorjahren und aus aktuellen Praxiserlebnissen resultierend , überarbeite ich gerade meine . Beeinflusse was Dich beinflusst! True Story!

 

HipHop Seminar an der FH-Köln

1. September 2011, admin

Die Studenten meines ehemaligen Kommilitonen Nils Wenzler, der nun seit einiger Zeit ein Seminar an der FH-Köln zum Thema „HipHop und Soziale Arbeit „durchführt , haben  im Sommer die HipHop Session  MittwochsMalern besucht und dort Gespräche mit meinen Kollegen und mir geführt.

Hier die Ausführungen auf einem Blog unter: http://hiphopseminar.wordpress.com/

Die beiden Artikel die mich  und meine Tätigkeit als Leiter des Graffiti- und Jugendkunstprojektes „MittwochsMaler“ zum Gegenstand von studentischen Untersuchungen gemacht haben, finden sich hier:

http://hiphopseminar.wordpress.com/2011/07/28/hip-hop-session-mit-graffiti-%E2%80%93-malaktion-im-ot-luckys-haus/

und hier:

http://hiphopseminar.wordpress.com/2011/07/29/hiphop-session-von-mittwochsmaler/

Hip-Hop Session mit Graffiti – Malaktion im OT Lucky`s Haus

28Jul11

Am 28. Juni 2011 fand um 16:00 Uhr eine Hip-Hop Session „Graffiti – Malaktion“ im OT Lucky`s Haus in Köln (Am Bilderstöckchen) statt.
Die Aktion ist Teil des Projekts „Mittwochsmaler“, ein eigenständiges Jugendprojekt mit Trägerschaft des SKM (Sozialdienst Katholischer Männer) Köln.


Zum ersten Mal öffnete die Hip-Hop Session ihre Pforten für Besucher durch Live Act`s, Open Mic und ein Barbecue. Gesponsert und ermöglicht wurde das Vorhaben durch den Anbieter O², zusätzlich haben die Jugendlichen aus dem Graffiti-Bereich viel Herzblut in die Vorbereitung investiert. Gestärkt durch Würstchen mit Brot konnten die Kinder an vorbereiteten Wänden ihr Graffiti-Können und ihre Kreativität beweisen. Für die Jüngeren waren Tische mit Papier und Farbstiften vorhanden, um sie langsam an das Thema Graffiti heranzuführen.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch eigene, am Mischpult hergestellte Musik. Auch der setzende Regen konnte den Eifer der Jugendlichen nicht dämpfen…….

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