Archiv für 'Graffiti'

Bonn richtet eine Projektstelle gegen Graffiti ein..

26. August 2010, admin

Hier ein Artikel über unsere Nachbarstadt Bonn, soweit schon tausendmal gehört…Telefon, Reinigung,Antigraffitischutz etc..hervorzuheben ist die Passage über den Einsatz des Amtes für Kinder, Jugend und Familie und die Durchführung von legalen Graffitiaktionen. Zur Nachahmung wird empfohlen.

Projektstelle

Stadt jagt Graffiti-Sprayer

Erstellt 25.08.10, 07:03h

Meist schlagen sie nachts zu und hinterlassen ihre Schmierereien auf Häuserfassaden, Zügen oder Straßenbahnen und zuletzt auch an der Kennedybrücke mitten über dem Strom: gegen illegale Graffiti-Sprayer will die Stadt jetzt härter durchgreifen.

BONN – Die Stadt Bonn bündelt ihre Aktionen im Kampf gegen Farbschmierereien und richtet eine zentrale Projektstelle ein.

Meist schlagen sie nachts zu und hinterlassen ihre Schmierereien auf Häuserfassaden, Zügen oder Straßenbahnen und zuletzt auch an der Kennedybrücke mitten über dem Strom: Illegale Graffiti-Sprayer sind auch in Bonn ein Ärgernis. Die Polizei hat, wie berichtet, in den Stadtbezirken Bad Godesberg und Beuel nahezu eine Verdoppelung der Strafanzeigen gegen Schmierer festgestellt. Am Bahnhof Bad Godesberg führen Reinigungskolonnen einen Dauerkampf gegen einen Sprayer, der an einer Wand ständig seine Freundin grüßt. Unweit der Jugendschutzstelle in der Wilhelmstraße sind in den vergangenen Wochen Häuser mit Farbe verunziert worden. Bei den Stadtwerken kostet die Beseitigung der Schäden durch Graffiti, zerschlagene oder zerkratzte Scheiben, beschmierte Sitze und sonstige Verunreinigung 350.000 Euro im Jahr.

Auch wildes Plakatieren trägt nicht zur Verschönerung des Stadtbildes bei. 35 Euro Bußgeld kostet es, wenn ein Plakatierer oder Sprayer auf frischer Tat ertappt wird. So steht es in der städtischen Straßenordnung. Doch erwischt wird selten ein Täter, weil sie im Dunkeln agieren und dann wieder verschwinden.

Um diese Probleme nun in den Griff zu bekommen, hat die Stadt Bonn die „Städtische Projektstelle Graffiti, Farbschmierereien und Wildplakatierungen” eingerichtet. Dort laufen alle bisherigen Aktivitäten der Stadt zusammen; sie ist auch eine Beratungsstelle für Betroffene und organisiert Informationsveranstaltungen.

„Damit schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle, die maßgeblich dazu beiträgt, das Bonner Stadtbild für die Bürger und Besucher attraktiv zu halten. Zudem sendet die Stadt damit ein starkes Signal, dass sie noch schlagkräftiger gegen die Verursacher von illegalen Sprühereien und wildem Plakatieren vorgeht”, sagt Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.

Die bisherige Graffiti-Hotline beim Städtischen Gebäudemanagement (SGB) unter der Telefonnummer bleibt bestehen. Neben einem Internetauftritt und einem Flyer zum Thema wird nach Angaben der Stadt auch ein „Graffiti-Controlling” aufgebaut. Das bedeutet, dass sämtliche Fälle dokumentiert und die einzelnen Maßnahmen auf Wirksamkeit und Kosten überprüft werden. Die Projektstelle ist beim Amt für Bürgerdienste angesiedelt.

Die Projektstelle bündelt auch Aktionen der Fachämter. So wird beispielsweise das Schulamt weiter die Schulen dazu aufrufen, das Thema „Illegale Graffiti und die Folgen für die Verursacher” im Unterricht zu berücksichtigen. Die Konsequenzen für die Täter sind hart: Die Polizei stellt Strafantrag, Sozialstunden müssen geleistet und Schadensersatz gezahlt werden, manchmal mehrere tausend Euro. Das Problem: Jede einzelne Tat muss nachgewiesen werden.

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie wird weiter legale Graffiti-Aktionen, beispielsweise Wettbewerbe, als Element der Freizeitgestaltung koordinieren. Am Ordnungstelefon (02 28 / 77 33 33) des Amtes für Bürgerdienste werden zusätzlich Hinweise auf Graffitischmierereien entgegengenommen. Das Tiefbauamt lässt sämtliche Neubauten im Tiefbaubereich sowie an Stadt- und Straßenbahnhaltestellen mit einem Anti-Graffiti-Schutz beschichten. Ebenso wie das SGB, das zeitnah und kurzfristig dafür sorgt, dass illegale Farbsprühereien an städtischen Gebäuden entfernt werden. Zudem berät es Bürger an der Graffiti-Hotline.

Das Amt für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft ist für die neuen Papierkörbe in der Bonner Innenstadt zuständig, die mit einer speziellen Grundierung für das einfachere Entfernen von Aufklebern oder Farbschmierereien versehen sind. Die Bezirksverwaltungsstellen schließlich schicken ihre „Schnellen Eingreiftruppen” los, um Schmierereien zu beseitigen. (dbr)

Link: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1281431201999.shtml

Artikel im KSTA , Januar 2010..

31. Januar 2010, admin

Langwieriger Ersatz

U-Bahn-Kunst zerstört

Von Matthias Pesch, 27.01.10, 18:59h, aktualisiert 27.01.10, 19:02h

Das Werk „Urbane Strukturen“ an der KVB-Station Piusstraße ist seit seinem Entstehen im Jahr 1989 mehrfach von Graffiti-Sprayern beschädigt worden. Der Künstler Gerd Winner muss jetzt sogar einen Teil ersetzen.

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U-Bahnkunst

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Graffiti-Sprayer haben die Großstadt-Szenen von Künstler Gerd Winner schon mehrfach zerstört. (Bild: Bause)

Ehrenfeld – Die Debatte über Kunst im öffentlichen Raum ist neu entbrannt, seit die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) in der vorigen Woche die geplante künstlerische Gestaltung von vier der acht Nord-Süd-Bahnhaltestellen vorgestellt haben. Der renommierte Künstler Gerd Winner, sozusagen der Pionier der Kölner U-Bahn-Kunst, hat seine ganz eigenen Erfahrungen mit diesem Thema gemacht: Sein Werk „Urbane Strukturen“, mit dem 1989 an der Ehrenfelder Piusstraße erstmals eine unterirdische Station in Köln künstlerisch gestaltet wurde, ist in den vergangenen Jahren von Graffiti-Sprayern immer wieder beschädigt worden – und zwar so massiv, dass Winner jetzt einen Teil der unwiederbringlich ruinierten Kunstwerke ersetzen muss.

„Als ich die Schäden zum ersten Mal sah, war ich sprachlos“, sagt der 73-Jährige, der in Liebenburg im Harz lebt. Seit der Installation Ende der 1980er Jahre hätten sich immer wieder Sprayer am Kunstwerk betätigt – laut Winner allerdings zunächst nur auf den metallenen Freiflächen zwischen den Bildern, die Nachtszenen aus verschiedenen Großstädten zeigen. Erst zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 habe es „richtige Inszenierungen“ gegeben, „da begannen die massiven Zerstörungen auch der Bilder selbst“. Die Stadt war nach den Worten von Gerd Neweling, Leiter des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau, von den Beschädigungen gleichfalls überrascht. In früheren Jahren, so Neweling, hätten Sprayer die Werke anderer Künstler verschont. „Von diesem Paradigmenwechsel in der Szene sind wir kalt erwischt worden.“

Seitdem hat die Stadt mehrere Versuche gestartet, die Bilder – eine Verbindung von Malerei, Fotografie und Siebdruck – zu reinigen. Teils mit mehr, teils mit weniger Erfolg. Knapp zehn der Farbtafeln sind laut Winner inzwischen so beschädigt, dass sie nicht mehr restauriert werden können. Er arbeite derzeit an neuen Bildern – ebenfalls Stadtansichten – , die auf die zerstörten Tafeln gesetzt werden sollen. Vier weitere Tafeln sollen restauriert werden, die übrigen Bilder wurden nach den Worten Newelings nach dem zweiten Graffiti-„Anschlag“ mit einer Schutzschicht versehen und könnten jetzt „mit relativ geringem Aufwand“ gereinigt werden. Die neuen Tafeln werden laut Neweling noch zum allergrößten Teil von der Versicherung bezahlt; für die Restaurierung müsse die Stadt aufkommen. Winner geht davon aus, dass die Arbeiten in etwa einem halben Jahr erledigt sein werden.

Der Künstler plädiert trotz seiner negativen Erfahrungen nachdrücklich für Kunst im öffentlichen Raum. „Es wäre katastrophal, wenn wir vor den Sprayern kapitulieren würden“, so Winner. Es sei darüber hinaus wichtig, dass sich nicht nur Kultur-Interessierte in Museen mit Kunst auseinandersetzen, sondern „auch die einfachen Menschen in der U-Bahn“. Amtsleiter Neweling sieht das ähnlich, fordert aber, dass solche Kunst künftig zwingend von Beginn an mit entsprechendem Schutz versehen werden müsse.

Link:http://www.ksta.de/html/artikel/1264185788349.shtml

Vorbereitungen für den Cologne Graffiti Exchange 2010

26. Januar 2010, admin

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Leiter des Kölner Graffiti- und Jugendkunstprojektes “Mittwochs Maler” bin ich gerade dabei mit den Kollegen des JFC-Medienzentrum Köln die Weichen für einen Multilateralen Jugendaustausch zu stellen. In der Zeit vom 09.06 -16.06.2010 sollen Jugendliche aus 5 Nationen eine Woche lang zusammen kommen und sich kreativ austauschen .

Auf dem Photo sind Andreas Kern und ich gerade im Gespräch mit Sune Pejtersen vom Foreningen Breakpoint,
http://break-point.org/blog/ . Wir versuchen aktuell Jugendliche aus Dänemark für unseren Austausch im Bereich Graffiti und Medien zu gewinnen. Die Partnerorganisation nennt sich www.copenhagencruise.com .

Wenn ich mehr weiß, dann poste ich weitere news.

Graffiti Prävention der Deutschen Bahn

8. Dezember 2009, admin

Starker Anstieg von Vandalismus und Graffiti / DB intensiviert Vorbeugung

Starker Anstieg von Vandalismus und Graffiti / DB intensiviert Vorbeugung

(pressrelations) – >
Zweite deutschlandweite Tour führt DB-Präventionszug nach Dortmund / deutschlandweit rund 10 Prozent mehr Delikte, 50 Millionen Euro Schaden jährlich / DB steigert Anstrengungen im Präventionsbereich

(Düsseldorf, 5. Dezember 2009) Die Deutsche Bahn verzeichnet einen starken Anstieg der Delikte durch Vandalismus und Graffiti und intensiviert daher ihre Bemühungen im Kampf gegen dieses Übel. “Vorbeugung gegen Gewalt und Vandalismus ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements. Alle Experten sind sich einig, dass nur durch eine Intensivierung der Präventionsmaßnahmen der Trend umgekehrt werden kann”, sagte der Leiter des Regionalbereichs der DB Sicherheit GmbH, Stefan Engelbrecht, heute bei Vorstellung des Präventionszuges in Dortmund.

Im Verlauf dieses Jahres wurden in Deutschland laut Bundespolizei-Statistik 36.144 Taten gezählt. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2008: 32.978 Fälle). Im Bundesland NRW wurden 7500 Vandalismus- Delikte verzeichnet; davon 2800 Farbschmierereien. Anhand dieser Zahlen sieht sich die DB in ihrer Auffassung bestärkt, dass Präventionsmaßnahmen ausgeweitet werden müssen.

Ein Instrument bei der Vorbeugung ist der DB-Präventionszug, der im Rahmen der Sicherheitskampagne “Fair und sicher unterwegs” auf Tour geht. Neben Dortmund macht er in Essen und Köln Halt. Der Präventionszug besteht aus fünf Themenwagen, durch die ein multimedialer Lehrpfad führt. Rund 120 Minuten dauert ein Besuch, der von Experten der DB wie auch der Bundespolizei begleitet wird. Zudem findet innerhalb der Führung ein Konflikt und Situationstraining statt, dass durch Bundespolizisten durchgeführt wird. Neben der Bundespolizei sind die Schweizerischen Bundesbahnen und das Deutsche Forum für Kriminalprävention Partner des Präventionszugs. Neben Schulen, die den Zug besuchen, ist am 5. Dezember, von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr, ein Publikumstag vorgesehen, der allen Interessenten einen Blick in den Präventionszug erlaubt.

Bahninterne Zahlen über Farbschmierereien und Vandalismus weisen zusätzlich aus, dass das Ausmaß der Schäden steigt. “Die Täter schlagen immer intensiver zu”, ergänzt Polizeidirektor Christoph Buik. “Heute werden im Vergleich zu früher ganze Züge besprüht und nicht nur ein einzelnes Graffiti angebracht.” Auf das Jahr betrachtet, geht die DB davon aus, wie im Vorjahr rund 50 Millionen Euro für die Beseitigung der Schäden aufbringen zu müssen. Der Großraum Dortmund war im Jahr 2008 mit 3.800 Schäden durch Vandalismus, davon 1.000 Farbschmierereien, betroffen. Bereits im ersten Halbjahr 2009 waren es insgesamt 2.400 Fälle, davon 700 Farbschmierereien.

Neben dem Präventionszug unternimmt die DB große Anstrengungen, um die Präventionsarbeit zu verstärken. Beispielweise wurden allein dieses Jahr 46.000 Schüler (2008: 31.000) über Vandalismus und Gefahren auf Bahnanlagen informiert. Hierfür sind eigens 24 Mitarbeiter der Deutschen Bahn deutschlandweit in Schulen unterwegs.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt:
Leiter Kommunikation Oliver Schumacher

Link:  http://www.firmenpresse.de/pressinfo143430.html

mmmmhh…noch ein Artikel , diesmal sind es 80 Waggons

13. November 2009, admin

Graffiti-Angriff

80 Waggons der KVB beschmiert

So etwas hat es bei den Kölner Verkehrsbetrieben in diesem Umfang noch nicht gegeben: Mehr als 80 Waggons sind in der Nacht zu Freitag mit “Tags” und großflächigen Farbattacken verunstaltet worden. Nun sucht die Polizei die Sprayer.

Bahn der KVB

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Bahnen der KVB sind mit „Tags“ verunstaltet worden. (Bild: Hanano)

Köln – Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag über 80 Waggons beschmiert. Die Täter kritzelten ihre „Tags“ auf Scheiben, Türen und die Seitenwände. Außerdem besprühten die Schmierfinken die Waggons großflächig mit Farbe. Zwei junge Männer konnten gegen 3.30 Uhr von einer Reinigungskraft auf dem Gelände eines KVB-Depots in Merheim gesehen werden. „Doch als die Frau die vermummten Männer ansprach, flüchteten sie“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittler gehen von einer „konzertierten Aktion“ aus. Die Sprayer waren nach ersten Erkenntnissen am Hauptsitz der KVB an der Scheidtweiler Straße unterwegs, außerdem auf dem KVB-Gelände an der Ostheimer Straße in Merheim, in Wesseling auf einem Areal von KVB und Bahn, sowie in Bocklemünd und in Niehl. Gesucht werden Personen, die etwa 1,80 Meter groß sind und schwarz gekleidet waren. Über die Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt. Die KVB gab zu dem Vorfall noch keine Stellungnahme ab. (ta)

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895335511.shtml

Neue Artikel aus Ksta und Kölnische Rundschau

13. November 2009, admin

Graffiti-Attacke gegen KVB

40 Straßenbahnzüge der KVB wurden in der Nacht mit Graffitis besprüht. Zwei Täter konnten zwar entdeckt werden, doch gelang ihnen die Flucht vor der Polizei.

Graffiti KVB

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Wieder wurden Straßenbahnen der KVB mit Graffitis besprüht. (Archivbild: Krasniqi)

KÖLN-Merheim – In der Nacht zum Freitag wurden etwa 40 Straßenbahnzüge im Depot in Merheim von einer Gruppe Graffiti-Sprayer beschädigt. Zwei Täter wurden entdeckt, konnten aber vor der Polizei flüchten. Die KVB wird die besprühten Züge dennoch am Freitag im normalen Verkehr einsetzen. Laut WDR beläuft sich der Schaden an Häusern und Bahnen durch Graffiti jährlich auf 40 Millionen Euro. (ksta)

Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1257858511201.shtml


Köln wird´s zu bunt

40 KVB-Wagen mit Graffiti besprüht

Erstellt 13.11.09, 08:32h, aktualisiert 13.11.09, 11:31h

Wer am Freitag die KVB nutzt, sollte sich nicht über bunte Straßenbahnzüge wundern. In Merheim haben Unbekannte gleich 40 Wagen mit Spraydosen attackiert. Eine schnelle Säuberung wird bei dieser großen Zahl wohl nicht möglich sein.

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Graffiti

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Streitthema Graffiti: Für die einen ist es Kunst, für die anderen Schmiererei. Unbestritten ist indes: Die Säuberung besprühter Objekte ist sehr kostspielig. (Bild: dpa)

Köln – Unbekannte haben in der Nacht zum Freitag ca. 40 Straßenbahnzüge auf dem Depot in Merheim mit Graffiti besprüht. Zwei Täter wurden entdeckt, entkamen der Polizei jedoch. Die KVB wird die besprühten Züge dennoch am Freitag im normalen Verkehr einsetzen. Dem WDR zufolge beläuft sich der Schaden an Häusern und Bahnen durch Graffiti auf 40 Millionen Euro. Während viele das Sprühen mit Farbe als belästigende Schmiererei empfinden, ist es für andere eine Form der Kunst. Allerdings kommen die “Künstler” nicht für die teuren Säuberungen auf. (reb)

Link: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1257858511218.shtml

Vortrag an der FH-Köln

30. Oktober 2009, admin

Wie auch im letzten Jahr, werde ich einen Vortrag an der FH-Köln abhalten. Die Studenten des Bachelor Studienganges haben auch im WS09/10 ein Seminar über “Soziale Arbeit und HipHop-Kultur” im Angebot.

Ich werde mit einem historischen Teil beginnen und dann direkt in die Praxis einsteigen. Das Projekt Mittwochs Maler wird auch einen Part in meinem Vortrag einnehmen.

Mehr Infos in Kürze.

Aktion Anti Graffiti..Alles umsonst?

11. September 2009, admin

Aktion Anti-Graffiti – alles umsonst?

Rückblick und Gegenwart

1998 wurde auf Mitinitiative des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins die Kölner Anti Spray Aktion, kurz KASA, gegründet. Der Gründung vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Verein und der Polizei über den Umfang der Straftaten.
Das Thema Graffiti fasste langsam aber stetig in der Öffentlichkeit Fuß. Die Zahl der Anzeigen stieg und die Ermittlungskommission Farbe der Polizei konnte maßgebliche Erfolge im Kampf gegen illegale Graffiti erzielen.
KASA wurde zum Pilotprojekt in ganz Deutschland und heute existieren in vielen Städten vergleichbare Organisationen.
Nicht nur die Sensibilisierung der Öffentlichkeit konnte erreicht werden, sondern auch ein deutlicher Rückgang von Sachbeschädigungen durch Farbschmierereien. Sogar in der Politik befasste man sich mit dem Thema und fügte dem § 303 StGB einen Absatz hinzu, der nicht nur die Beschädigung, sondern auch die Verunstaltung von Gegenständen unter Strafe stellte.

Nach dieser sehr positiven Entwicklung der Vergangenheit nimmt die Sachbeschädigung durch Graffiti und gleichgeartete Beschädigungsweisen wieder erheblich zu.
Im Juli 2009 wurden Betriebseinrichtungen der KVB durch den Gebrauch von Flusssäure beschädigt. Kurz darauf besprühten Täten eine gesamte Wagenseite eines KVB-Zuges, eine Tat, die so seit Jahren nicht mehr registriert wurde. Auch die Kölner Immobilieneigentümer berichten wieder vermehrt von Sachbeschädigung durch Graffiti, insbesondere auch im Innenstadtbereich. Neben der Innenstadt sind weitere Schwerpunkte Sülz, Ehrenfeld und Rodenkirchen.
Die Art der Beschädigung besteht nur noch selten aus großflächigen Graffiti, sondern in der Regel aus wilden Schmierereien oder schnell angebrachten TAGs. Der Schaden ist jedoch der gleiche. Dieser Vandalismus entspringt nicht mehr einem Gestaltungs- sondern purem Zerstörungswillen.

Im Jahre 2008 wurden monatlich rund 200 Sachbeschädigungen durch Graffiti zur Anzeige gebracht. Die Zahl der Anzeigen in 2009 ist jedoch stark rückläufig. Das hat seinen Grund aber nicht im Rückgang der Straftaten, sondern im Anzeigeverhalten der Geschädigten.
Seit geraumer Zeit werden von der Stadt Köln und der KVB keine Sachbeschädigungen durch Graffiti mehr zur Anzeige gebracht. Auch Hauseigentümer sparen sich oft genug den Gang zur Polizei, da sie in der Aufgabe einer Anzeige keinen Sinn mehr sehen. Graffititäter werden in der Regel nur dann zur Rechenschaft gezogen, wenn sie vor Ort gefasst wurden oder sie aufgrund erdrückenden Beweismaterials die Taten gestehen. In der Mehrzahl aller Fälle wird die Tätersuche gegen Unbekannt jedoch eingestellt.

Aber auch die öffentliche Empörung über diese Art von Sachbeschädigung ist auf dem Rückzug. So zeigen immer mehr Personen der Öffentlichkeit aus vermeintlich sozialen Gründen Verständnis für die illegalen Sprayer (u.a. Interview W. Pauels). Auch in der Kölner Politik verabschiedet man sich zum Teil von der bisher eingeschlagenen Richtung. Graffitiprojekte finden immer mehr Zuspruch. (BV Innenstadt, Rodenkirchen)

Dieser Entwicklung muss aus Sicht des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins Einhalt geboten werden!

Forderungskatalog:

Der Kampf gegen illegale Graffiti kann nur mit einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit sowie einem passenden Mix aus Prävention und Repression gelingen.

  1. Sowohl in der politischen Landschaft als auch bei Personen des öffentlichen Lebens, die einen Vorbildcharakter inne haben, sollte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass illegal angebrachte Graffiti an privatem oder öffentlichem Eigentum eine Straftat und daher nicht zu dulden sind.
  2. Rat und Verwaltung sollten in Sachen Graffiti eine einheitliche Linie verfolgen.Die politischen Parteien müssen sich vor der Wahl deutlich für die KASA und die Beibehaltung der bisher erfolgreichen Arbeit aussprechen. Die Bemühungen um ein sauberes Köln müssen auch die Entfernung von illegalen Graffiti einschließen.
  3. Alle städtischen Unternehmen sowie die Stadt selbst müssen jedes illegale Graffiti zur Anzeige bringen. Sich auf sinkende Fallzahlen zu berufen, wenn diese nur auf fehlenden Anzeigen beruhen, ist Betrug. Der Ratsbeschluss vom 30.6.09 sollte daher auch auf Unternehmen wie HGK, Rheinenergie, städtische Gebäudewirtschaft etc. ausgeweitet werden.
  4. Mit der Ächtung von illegalen Graffiti muss vor allem in den Jugendeinrichtungen die Bedeutung des privaten Eigentums vermittelt werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass vor allem bei Graffitiworkshops etc. den Jugendlichen eine Trennung zwischen legalen und illegalen Graffiti oft nicht vermittelt werden kann.
  5. Damit einher geht die Forderung nach dem Verzicht auf die Bereitstellung legaler Flächen. Auch hier zeigt sich, dass die Gestaltung von Bahnhaltestellen etc. durch 4 oder 5 Sprayer die Gesamtheit der Jugendlichen an sich in ihrem Gestaltungswillen nicht befriedigen kann. (KVB Haltestelle Höhenberg, Graffitigestaltung Rudolfplatz) Hier kann es nur zu einem Sinneswandel kommen, wenn sicher gestellt ist, dass von solchen Flächen kein Anreiz zum illegalen Sprühen ausgeht. Die Realität zeigt jedoch, dass sich illegale Sprühereien nahtlos an legale anschließen.
  6. Die Immobilieneigentümer sollen alle bisher noch nicht zur Anzeige gebrachten Graffiti sofort bei der Polizei melden. Vordrucke stehen zum Download im Internet bereit (www.kasa-koeln.de).
    Darüber hinaus sind sie aufgefordert, Graffiti immer sofort anzuzeigen und diese danach zu entfernen. Der Schutz durch eine Prophylaxeschicht erleichtert mehrmaliges Reinigen erheblich. Nur wenn Graffiti umgehend entfernt werden, nimmt es den Tätern die Möglichkeit, sich mit ihren Werken in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
  7. Von politischer Seite muss Druck auf die Unternehmen ausgeübt werden, die Utensilien zum illegalen Sprayen anbieten. Dies sind zum Teil namhafte Chemieunternehmen, die gleichzeitig auch die Materialien zur Entfernung im Sortiment haben. Das Anbieten von Sprühsachen, die ausschließlich für den illegalen Gebrauch gedacht sind, sollten mit dem Tatverdacht „Anstiftung zu einer Straftat“ verfolgt werden.
  8. Aufgrund des Anstiegs von Schäden durch illegale Graffiti muss die Polizei wieder eine Ermittlungskommission Farbe einrichten. Die derzeitigen Konzepte zur Gefahrenabwehr sind nicht ausreichend.
  9. Renitenten Sprayern muss vor Gericht eine empfindliche Strafe drohen. Zu oft verlassen mehrfach in Erscheinung getretene Sprayer den Gerichtssaal ohne erkennbare Sanktionen. Für schwere Sachbeschädigung sieht der § 303 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe vor.
  10. Link:http://www.koelner-hausundgrund.de/index.php?id=aktion-graffiti

Voila..hier der Text zur Broken Windows Theorie

3. September 2009, admin

Danke an Barbara Uduwerella, die mir den Text hat zukommen lassen.

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Broken Windows: Neue Beweise aus New York City und ein soziales

Experiment in 5 Städten

Diese Studie greift nochmals die Studie von George Kelling und William

Sousa aus dem Jahr 2001 auf, in der behauptet wurde, dass das Ahnden

kleinerer Verstöße helfen könne, schwere Verbrechen zu reduzieren (die

„broken-window“-Hypothese).

Kriminalitätsdaten von New York City aus den Jahren 1989 bis 1998 und Ergebnisse eines sozialen Experiments namens “Moving to Opportunity” (MTO) in fünf Städten (New York,Chicago, Los Angeles, Baltimore, und Boston) werden analysiert.

MTO konzentrierte sich auf 4.600 Familien mit geringem Einkommen, die in

sozialen Wohnungsbaugebieten mit einer hohen Rate sozialer Unruhe

lebten. Per Zufallsprinzip bekamen die Familien Wohngutscheine zum

Umzug in ruhigere Gegenden. Es gab keine Hinweise darauf, dass das

„broken-windows“-Vorgehen Kriminalität reduziert oder dass die

Änderung seines erwünschten Zwischenergebnisses – Unruhe selbst –

ausreicht, um Veränderungen in kriminellem Verhalten zu bewirken.

Quelle: Harcourt, B. E., & Ludwig, J (2006). Broken windows: New

evidence from New York City and a five-city social experiment, in:

UNIVERSITY OF CHICAGO LAW REVIEW 73, 271-320.

NS

Teil 2 des Artikels..P.S. Die Broken Windows Theorie wurde widerlegt

3. September 2009, admin

Verwahrlosung steckt an

Die Verunreinigung der öffentlichen Umwelt mit Graffiti und ähnlichen Machwerken geht alle Bürger an: Eine verlotterte Umgebung wirkt ansteckend und führt zu einem deutlichen Anstieg sozialer Vernachlässigungen.

Die Verunreinigung der öffentlichen Umwelt mit Graffiti und ähnlichen Machwerken geht alle Bürger an: Eine verlotterte Umgebung wirkt ansteckend und führt zu einem deutlichen Anstieg sozialer Vernachlässigungen. Seit Anfang der achtziger Jahre wird über die „Broken-Windows-Theorie“ diskutiert: Verstöße gegen öffentliche Regeln und soziale Normen ziehen weitere Verstöße und Übertritte nach sich. Eine Studie der Universität Groningen berichtet über Experimente, um diese Theorie zu überprüfen. Die Ergebnisse sind eindeutig, z.B. im Fall der Fahrradprospekte: An abgestellten Fahrrädern wurden Reklamezettel angebracht. Etwa ein Drittel der Radfahrer riss bei der Rückkehr die Werbung ab und warf sie achtlos weg. Waren die Wände in der Umgebung mit Graffiti eingesprüht, warfen zwei Dritteln der Radfahrer das Papier weg.

Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1246883837288.shtml

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